Wer den Schaden hat …

Häuser, aber auch geparkte Autos werden leicht Opfer von Unwettern. Wenn Not am Mann ist, unterstützt DEKRA die Allianz Versicherungs-AG bei der Erstellung von Schadengutachten.

DEKRA unterstützt die Allianz Versicherungs-AG bei der Erstellung von Schadengutachten

DEKRA unterstützt die Allianz bei der Erstellung von Schadengutachten (Bild: DEKRA)

Sturmböen bis zu 145 km/h, umstürzende Bäume und Hagelkörner so groß wie Zwei-Euro-Münzen: Den Pfingstmontag 2014 werden viele Menschen in Nordrhein-Westfalen nicht so schnell vergessen. Mit dem Sturmtief „Ela“ zog an diesem Tag das schwerste Unwetter seit „Kyrill“ im Jahr 2007 über das Land und richtete nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) einen Schaden von mehr als 650 Millionen Euro an. Herabfallende Äste und umstürzende Bäume sorgten auch an geparkten Fahrzeugen für erhebliche Schäden. Laut GDV wurden bei den Kfz-Versicherern 100.000 Schäden in Höhe von rund 250 Millionen Euro gemeldet.

Wenn der Profi dem Profi hilft

„Die Intensität war eindeutig höher als bei normalen Hagelschäden“, sagt Gerhard Deuter vom Fachbereich Schaden der Allianz Versicherungs-AG. Abteilungsdirektor Benjamin Biberger erklärt: „Die Allianz verfügt mit mehr als 400 eigenen Kfz-Sachverständigen über ein außergewöhnlich dichtes Expertennetz bei der Schadenbegutachtung. Bei einer solchen Vielzahl an Schadenereignissen sind aber auch wir auf die Zusammenarbeit mit einem professionellen Dienstleister angewiesen.“ Zudem wolle man die Schadengutachten so schnell wie möglich erstellen, um einen reibungslosen Kundenservice zu sichern.

Im Ernstfall ist Pragmatismus wesentlich

Doch bei Sturmschäden kann längst nicht jedes Fahrzeug umgehend besichtigt werden. „Nach dem Pfingststurm lagen viele beschädigte Kraftfahrzeuge tagelang unter umgestürzten Bäumen begraben, weil sich Feuerwehren und Technisches Hilfswerk den Weg zum Fahrzeug freikämpfen mussten“, erinnert sich Deuter. Die sonst üblichen Sammelbesichtigungen seien in vielen Fällen nicht möglich gewesen. Umso wichtiger war deshalb ein pragmatisch handelnder Dienstleister.

„DEKRA stellte der Allianz seine Experten für eine schnelle Schadenbegutachtung zur Verfügung – sowohl unterstützend in von der Allianz durchgeführten Sammelbesichtigungen als auch in der Fläche, wenn die Sachverständigen der Allianz ausgelastet waren. Durch die zeitliche und räumliche Flexibilität konnten wir eine zügige Erstellung der Gutachten vor Ort sicherstellen“, erklärt Helmut Zeisberger, Fachbereichsleiter Schaden und Bewertung bei DEKRA Automobil.

Der Kunde steht im Vordergrund

Dass DEKRA diese Rolle mit Bravour meisterte, bestätigt Biberger: „DEKRA stellte uns nach Absprache die notwendigen Kapazitäten zur Verfügung und ist immer an einer kundenorientierten Lösung interessiert.“ Der Lohn der Anstrengungen: Zum Jahresende wird sich die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen im Bereich der Schadengutachten um weitere drei Jahre verlängern. (Text: Jörg Biermann)

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