Wie groß ist das Geschäft mit den Assistenzsystemen?

Fahrassistenzsysteme verbessern nicht nur Sicherheit und Komfort, sie stehen auch für das Entwicklungspotenzial der Industrie.

Fahrassistenzsystem von BMW

Fahrassistenzsystem von BMW (Bild: BMW)

Mit dem Aufkommen der Assistenzsysteme hat sich nicht zuletzt die Autoindustrie ein weiteres, lukratives Standbein geschaffen. Neben den klassischen Zulieferern sowie den Fahrzeugherstellern selbst verdienen auch neue Branchen an den komplexen Helferlein: IT-Firmen sowie Unternehmen optischer Systeme. Immer anspruchsvoller werdende Assistenten verlangen nach immer mehr Rechenpower.

Bei der Automatisierung des Fahrens verhält es sich ähnlich wie früher mit den elektronischen Sicherheitssystemen à la ABS oder ESP. Zunächst kommen Oberklassen und Fahrzeuge der oberen Mittelklasse in den Genuss solcher Features. Dann breiten sie sich rasch aus über die Modellpaletten und erreichen den Massenmarkt. Selbst der Kleinwagen VW Polo beispielsweise lässt sich heute schon gegen Aufpreis mit einem aktiven Tempomaten bestellen.

Bereitschaft zur Investition

Laut einer von der Unternehmensberatung Roland Berger durchgeführten Studie wird der Markt der Assistenzsysteme von 3,5 Milliarden (2013) bis 2020 auf 12,8 Milliarden Euro wachsen. Die Autoindustrie freut sich, erhebt sie auf die entsprechenden Sonderausstattungen stattliche Preise. Die Kunden sind gerne bereit, für mehr Komfort und Sicherheit zu zahlen.

Der Segen der EU jedenfalls ist der Industrie ebenfalls sicher – die unterstützt den breiten Einsatz von Fahrerassistenz, denn anders ist die „Vision Zero“, also das Ziel, keine Verkehrstoten mehr beklagen zu müssen, gar nicht erreichbar. Und noch eine Sparte wird verdienen: die Internetindustrie. Denn während sich der Autopilot um den Verkehr kümmert, hat der Fahrer Gelegenheit im Netz zu surfen.

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