Unbedenkliche Helfer

DEKRA prüft für Reisenthel Accessoires alle verarbeiteten Materialien auf Schadstoffe und garantiert damit das Einhalten der EU-Bestimmungen.

(Bild: Thomas Küppers)

Praktisch beim Einkauf: leichte Shopping-Bags. (Bild: Thomas Küppers)

In unzähligen Haushalten der Welt gehört er einfach dazu: der robuste und leichte „Carrybag“ von Reisenthel. Der praktische Einkaufskorb aus hochwertigem Polyestergewebe mit Aluminiumrahmen ist seit 2003 ein Verkaufsschlager. Zweimal pro Jahr präsentiert er sich in neuen Farben und Designs – zusammen mit über 60 weiteren Taschen und Accessoires des Kernsortiments.

Das 1971 gegründete Familienunternehmen erfindet praktische Dinge immer wieder neu. Jedes Reisenthel-Produkt folgt dem Prinzip von „Halt-es-einfach“. Jeder neuen Kollektion geht ein wahrer Kraftakt voraus. Einmal abgesehen von der eigentlichen Entwicklungsarbeit müssen sämtliche Bestandteile auf den Prüfstand. Das sind rund 20 bis 30 Materialien in jedem Produkt. Darin dürfen bestimmte Stoffe je nach Zielmarkt nicht oder nur in geringen Mengen vorhanden sein. In der EU gilt die Chemikalienverordnung „REACH“, die mittlerweile mehr als 150 informationspflichtige Stoffe wie zum Beispiel Weichmacher auflistet.

DEKRA ist seit fünf Jahren an Bord

„Wir prüfen die Unbedenklichkeit unserer fertigen Produkte seit über fünf Jahren mit Hilfe von DEKRA“, sagt Petra Wedler. Die Produktmanagerin von Reisenthel schätzt an ihren Ansprechpartnern bei DEKRA das „gute Kollektionsverständnis und die durchdachte Arbeitsweise“. Die meisten Materialien verarbeitet Reisenthel in mehr als einem Produkt. „Deshalb müssen wir auch nicht jede Tasche und nicht jedes Accessoire einzeln testen, was Zeit und Kosten spart“, berichtet Natalie Deubler, Produktmanagerin bei DEKRA und zuständig für den Bereich Konsumgüter.

Dennoch bedeutet jede neue Kollektion einen hohen Prüfaufwand. Denn außer den verwendeten Materialien der Reisenthel-Kollektion ändert sich auch die REACH-Kandidatenliste, weil sie sich etwa alle sechs Monate erweitert. Erst im Dezember kamen wieder sieben neue Stoffe hinzu. „Die neuen Stoffe müssen wir dann in kürzester Zeit beschaffen, um unsere Messinstrumente im Labor zu kalibrieren und passende Methoden zu entwickeln“, sagt Deubler.

Zum Glück fallen die neuen Kollektionen mit dem Erscheinen der jeweils neuen Kandidatenlisten zusammen. So kann DEKRA die aufwendigen Tests zeitnah durchführen.

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