Voll abgefahren

Auf 30.000 Kilometern durch Europa testete Michelin zusammen mit DEKRA unter realen Einsatzbedingungen die Sicherheit und Langlebigkeit sowie das Kraftstoffsparpotenzial des neuen Pkw-Reifens Michelin Energy Saver+.

(Bild: Manel/Flickr /CC BY-SA 2.0)

Die Michelin-Reifen wurden harten Tests unterzogen. (Bild: Manel/Flickr/CC BY 2.0)

Lissabon, Rom, Budapest, Wien, Prag, Paris, Amsterdam, Berlin, Warschau, Riga, Kopenhagen, Helsinki und viele weitere Metropolen: Was sich auf den ersten Blick anhört wie eine beliebige Auflistung europäischer Hauptstädte, ist ein Ausschnitt aus dem Roadbook eines Fahrzeug-Konvois, der sich im Frühjahr 2012 auf den Weg von Clermont-Ferrand nach Stockholm machte. Und das nicht auf dem kürzesten Weg, sondern vielmehr kreuz und quer durch Europa.

Die 30.000 Kilometer lange und vom französischen Reifenhersteller Michelin initiierte Tour hatte eine klare Mission: Es ging darum, die Qualität des neuen Michelin Energy Saver+ vor dessen Markteinführung unter die Lupe zu nehmen und mit Pkw-Reifen der vier Hersteller Bridgestone, Continental, Goodyear und Pirelli zu vergleichen.

Langstreckentest der anderen Art

„Reifentests gehen für gewöhnlich auf einem abgegrenzten Parcours über die Bühne“, berichtet Dominique Aimon, Direktor Kommunikation bei Michelin am Unternehmensstammsitz in Clermont-Ferrand. Dies spiegle aber nicht die unterschiedlichen Einsatzbedingungen im Straßenverkehr wider. Deswegen hat Michelin gemeinsam mit Stéphane Parrini, Entwicklungsleiter im DEKRA Test Center in Narbonne, das seit vielen Jahren unter anderem für Reifen- und Automobilhersteller Prototypen und Serienprodukte auf ihre Sicherheit und Qualität hin prüft, einen Langstreckentest der etwas anderen Art entwickelt.

Die knapp dreimonatige „Michelin Performance Tour 2012“ führte neun Fahrer in sechs Golf VI durch 25 europäische Länder. Art und Zustand der Straßen differierten dabei ebenso wie die gefahrenen Geschwindigkeiten. Um reale Einsatzbedingungen zu schaffen, war jedes Fahrzeug außerdem mit einer 68 Kilogramm schweren Schaufensterpuppe und 40 Kilogramm Ballast im Kofferraum beladen. Jeden Tag fand ein Fahrerwechsel statt. Ebenfalls täglich montierten Techniker die Reifen von einem Golf auf den anderen.

Bremstest auf regennasser Straße

Die ganze Zeit über waren Ingenieure von DEKRA mit von der Partie – sie überwachten die Abläufe, nahmen Reifenmessungen vor, ermittelten den Kraftstoffverbrauch und dokumentierten die Daten bis ins kleinste Detail. Nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke stand zudem ein Stopp im DEKRA Automobil Test Center in Klettwitz auf dem Programm, wo die Reifen Bremstests auf regennasser Fahrbahn zu absolvieren hatten. „Mit den Ergebnissen der Tour sind wir sehr zufrieden“, bilanziert Dominique Aimon. „Sie unterstreichen unseren Anspruch, mit dem Michelin Energy Saver+ neue Maßstäbe zu setzen.“

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