Betriebliche Gesundheitsförderung wird immer wichtiger

Eine betriebliche Gesundheitsförderung lohnt sich – für die Mitarbeiter und für das Unternehmen. Doch was macht ein gutes Gesundheitsmanagement aus?

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Auch Büroutensilien wie ergonomische Mousepads tragen zum Gesundheitsmanagement eines Betriebs bei.

Zur Jahrtausendwende gaben nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) die Betriebe 700 Millionen Euro für Prävention und Gesundheitsschutz aus. 2013 waren es bereits 935 Millionen Euro. Betriebliche Gesundheitsförderung ist nicht billig, doch für viele Unternehmen mittlerweile selbstverständlich. Sie haben erkannt, dass gesunde Mitarbeiter mehr leisten können und weniger Fehlzeiten produzieren. Davon profitiert vor allem das Unternehmen, am Ende auch wenn es um Arbeitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz geht.

Das Europäische Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung hat einen Katalog mit sechs Qualitätskriterien für Gesundheitsmanagement im Betrieb erstellt:

  • Betriebliche Gesundheitsförderung gehört auch in das Aufgabengebiet der Führungsetage. Diese stellt sicher, dass genügend materielle und finanzielle Ressourcen für das Gesundheitsmanagement zur Verfügung stehen.
  • Die Mitarbeiter werden aktiv an der Planung und Durchführung des Gesundheitsmanagements beteiligt.
  • Die betriebliche Gesundheitsförderung soll auf einem ganzheitlichen Gesundheitsverständnis beruhen.
  • Eine stetige Verbesserung der gesundheitsfördernden Maßnahmen ist vorgesehen und soll auf genauen Analysen basieren.
  • Das Gesundheitsmanagement muss professionell und dauerhaft betrieben werden.
  • Der Erfolg des Gesundheitsmanagements wird anhand ausgewählter Indikatoren bewertet.

Rund 40 Prozent aller Unternehmen informieren ihre Mitarbeiter über angebotene betriebliche Gesundheitsförderung, in großen Unternehmen tun dies sogar über 66 Prozent.

Doch was genau tun die Betriebe, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern? Immerhin sorgen laut dem IW 60 Prozent aller Unternehmen für verbesserte Arbeitsabläufe und achten auf ergonomische Kriterien bei den Arbeitsplätzen. Weniger verbreitet sind Gesundheitszirkel. Nur vier Prozent aller Betriebe und weniger als 30 Prozent in Großunternehmen nutzen diese Form des Gesundheitsmanagements. Sie fassen das Wissen von Beschäftigen, Führungskräften und Medizinern zusammen, damit Personal- und Organisationsstrategien entwickelt und umgesetzt werden können.

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Mehr Informationen: Arbeitsschutz: DEKRA präsentiert Arbeitssicherheitsbarometer 2015/2016