Assistenzsysteme: Bald wird die Pupille überwacht

Wenn ein Autofahrer müde wird oder sich ständig ablenken lässt, sieht man es an den Augen. Hier setzt ein neues System für mehr Sicherheit im Verkehr an.

Auge im Fokus: Ein neues Assistenzsystem misst Pupillenbewegungen und leitet Reaktionen ein, falls der Fahrer nicht voll konzentriert bleibt. Foto: Fotolia Jürgen Fälchle

Auge im Fokus: Ein neues Assistenzsystem misst Pupillenbewegungen und leitet Reaktionen ein, falls der Fahrer nicht voll konzentriert bleibt. Foto: Fotolia Jürgen Fälchle

Das in Stamford im US-Bundesstaat Connecticut ansässige Unternehmen Harman International Industries hat ein System entwickelt, das die Reaktion der Augen und der Pupillen nachverfolgen kann. Und nicht nur das: Das System erkennt, wenn der Fahrer gestresst oder müde ist – oder wenn sein Blick zu oft abschweift. In solchen Fällen gibt das System einen Impuls an andere Assistenzsysteme im Auto, die dann entsprechend reagieren können, etwa indem sie abbremsen oder ein Warnsignal geben.

Möglich wird das durch Kameras, die das Gesicht des Fahrers überwachen. Die Kamera fokussiert sich auf die Pupillen des Fahrers und registriert, ob sich diese erweitern. Der Pupillenreflex wird analysiert und die Ergebnisse ausgewertet für Kommandos an die übrigen Assistenzsysteme. Im Zweifel könnte das System sogar das Smartphone des Fahrers deaktivieren oder auf stumm schalten.

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