Autounfall: Es geht auch ohne Polizei

Täglich geschehen hunderte Autounfälle auf den deutschen Straßen. Was wenige wissen: Nicht immer muss die Polizei gerufen werden.

Richtiges Verhalten bei Bagatellunfällen

Bei einem Unfall können sich die Parteien auch ohne Polizei einigen – wenn sie einige Regeln beachten. (Foto: DEKRA)

Ein Auffahrunfall bei geringer Geschwindigkeit oder versehentliches Streifen eines anderen Autos beim Ausparken – bei Blechschäden geht’s auch ohne die Polizei. Allerdings gibt es einiges zu beachten, wenn Ärger vermieden werden soll. Die Webseite motorzeitung.de hat die Tipps zusammenfasst:

  • Die Unfallstelle muss unbedingt mit einem Warndreieck gesichert werden und die beteiligten Autos müssen ihre Warnblinker einschalten.
  • Anschließend sollten die Unfallbeteiligten ein Unfallprotokoll anfertigen. Eine Vorlage finden Sie im Internet, etwa den Europäischen Unfallbericht. Das Protokoll enthält die Kennzeichen sowie Namen und Adressen der Beteiligten. Für eine bessere Dokumentation können auch Fotos vom Unfallort und von den Fahrzeugen gemacht werden.
  • Die KfZ-Versicherung muss so schnell wie möglich über den Unfall informiert werden, denn sie übernimmt ja den Schaden am Auto des Unfallgegners, wenn der Unfall selbst verschuldet wurde.

Bei Unfällen mit Verletzten muss allerdings unverzüglich die Polizei gerufen werden. Sollten Sie den Verdacht haben, Ihr Gegenüber ist betrunken oder hat Drogen konsumiert, sollten Sie ebenfalls die Polizei rufen genauso wie bei Streitigkeiten zwischen den Unfallbeteiligten.