Infografik: Formel 1 mit „Heiligenschein“

Der Name: Halo, zu deutsch: Heiligenschein. Das Ziel: mehr Sicherheit in der Königsklasse des Motorsports.

Der schwere Unfall des Franzosen Jules Bianchi im Oktober 2014 hat klar gemacht: In der Formel 1 gibt es keine absolute Sicherheit. Der Cockpitschutz Halo soll ab 2017 dafür sorgen, dass zumindest schwere Kopfverletzungen wie im Fall von Bianchi verhindert werden können. Er war auf der Rennstrecke im japanischen Suzuka bei Regen von der Piste abgekommen und unter ein Abschleppfahrzeug gerast. Dabei hatte sich Bianchi schwere Kopfverletzungen zugezogen, an denen er neun Monate später starb.

Der Cockpitschutz Halo, ein sechs Kilogramm schwerer Stahlbügel, soll exakt diese Art von Unfällen verhindern. Wie er  funktioniert, erfahren Sie in unserer Infografik:

Formel-1-Cockpitschutz

Der Cockpitschutz Halo („Heiligenschein“) soll Formel-1-Piloten vor Kopfverletzungen schützen. (Grafik: DEKRA)

Nach anfänglichem Widerstand von einigen Fahrern bestätigte Alexander Wurz, Vorsitzender der Fahrergewerkschaft GPDA, dass der „Heiligenschein“ 2017 eingeführt werden soll. Ferrari hat das Halo-Konzept bereits getestet, wie der Schutz letztendlich tatsächlich aussehen wird, steht noch nicht fest. Red Bull hat bereits angekündigt, man wolle eine eigene Version entwickeln.

Neben dem Aussehen wird aktuell auch die Funktionsweise des Cockpitschutzes diskutiert. Insbesondere nach einem Unfall von McLaren-Honda-Pilot Fernando Alonso beim Saisonauftakt in Melbourne. Das Problem: Der „Heiligenschein“ könnte möglicherweise verhindern, dass der Fahrer nach einem Unfall schnell das Auto verlassen kann.