Schutzhelme rechtzeitig austauschen!

Schutzhelme bestehen aus Kunststoff und haben daher eine begrenzte Haltbarkeit. Alte oder kaputte Helme schützen den Kopf nicht ausreichend vor Verletzungen.

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Ein Schutzhelm soll den Träger bei der Arbeit vor herabfallenden Gegenständen schützen. Deshalb besteht bei einigen Berufsgruppen eine Helmpflicht.

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und das arbeitsschutz-Portal warnen vor der Benutzung alter oder kaputter Helme. Da die Schutzhelme regelmäßig UV-Strahlung, Regen oder mechanischen Tätigkeiten (etwa im Baugewerbe) ausgesetzt sind, nutzen sie sich im Laufe der Zeit ab und garantieren dem Träger dann keinen ausreichenden Schutz mehr vor möglichen Verletzungen.

Das Datum der Herstellung sowie Angaben zu Hersteller, Typ, Größe und Werkstoff des Helms sind auf diesem vermerkt. Die Kennzeichnung befindet sich meistens an der Unterseite des Helmschildes.

Schutzhelme aus thermoplastischem Kunststoff sollten spätestens nach vier Jahren ausgetauscht werden. Ob Ihr Helm zu dieser Gruppe gehört, erkennen Sie an den Kennzeichnungen PE, PC, ABS, HDPE, PP, PP-GF und PC-GF.

Schutzhelme mit der Kennzeichnung PF-SF und UP-GF sind aus duroplastischem Kunststoff und müssen erst nach acht Jahren ausgetauscht werden.

Sollte der Helm aber vor den vier bzw. acht Jahren einen harten Schlag abfedern, muss er sofort ausgetauscht werden, da ein ausreichender Schutz des Kopfes dann nicht mehr gewährleistet ist. Auch wenn der Helm einen Riss aufweist, muss sofort ein neuer her.

Einen Helm müssen alle tragen, die bei der Arbeit durch herabfallende, pendelnde, umfallende oder wegfliegende Gegenstände gefährdet sein können. Sollte die Gefahr bestehen, dass sich Arbeiter den Kopf an Gegenständen wie Gerüsten stoßen könnten, besteht auch eine Helmpflicht.

Dass die Helmpflicht Sinn macht, zeigt eine Statistik der BG BAU aus dem Jahr 2013. Allein in diesem Jahr gab es 12.600 Arbeitsunfälle, bei denen der Kopf verletzt wurde.

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