Zweites Leben für elektroautomobile Batterien

Recycling-Ideen gibt es auch für Batterien aus Elektroautos. In Deutschland steht seit Anfang des Jahres der größte Second-Life-Batteriespeicher.

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Die Batterien aus Elektroautos können als Second-Life-Batteriespeicher wiederverwendet werden. (Bild: DEKRA)

Der 13-Megawatt-Batteriespeicher steht im westfälischen Lünen. Die Leistung von 650 einzelnen Antriebsbatterien wurde zu einem Speicher gebündelt. Jede Batterie verfügt über eine Kapazität von 20 Kilowattstunden. Laut springerprofessional.de geben Automobilhersteller an, dass die Batterien in Elektroautos bis zu zehn Jahre halten. Viele sind danach aber immer noch voll leistungsfähig und können ein zweites Mal verwendet. Dieses Verfahren wird Second Use genannt.

Möglich macht den Second Use in Lünen ein Joint-Venture. Die Kooperation beginnt schon bei der Herstellung der Batterien und zieht sich bis zur Installation des stationären Second-Life-Batteriespeichers. Auch die Rückführung der Batterie-Rohstoffe in den Produktionskreislauf wird durch das Joint-Venture abgedeckt.

Außer dem umweltschonenden Aspekt liegt ein weiterer Vorteil klar auf der Hand: Die Wettbewerbsfähigkeit der Elektroautos wird erhöht, denn ihr wirtschaftlicher Nutzen steigt. Weil produzierter Strom oft nicht sofort benötigt wird, werden Stromspeicher in Zukunft immer wichtiger. Zusätzlich können die Second-Life-Batteriespeicher Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Zusätzlich zum Standort in Lünen sind noch weitere neue Standorte geplant.

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