Arbeitsunfälle: Vision Zero im Blick

Gute Nachrichten: Im Jahr 2015 ereigneten sich weniger Arbeitsunfälle als im Vorjahr. Auch die Zahl der Schulunfälle ist rückläufig.

Die Zahlen, die diesen Rückgang belegen, stammen von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Weniger Arbeitsunfälle im Jahr 2014.

2014 ist die Zahl der Arbeitsunfälle gesunken. (Grafik: DEKRA)

2014 ereigneten sich noch 869.817 Arbeitsunfälle, im letzten Jahr sank diese Zahl auf 865.500 Fälle. Einen Rückgang gab es auch bei den tödlichen Arbeitsunfällen. 2015 starben 438 Personen bei der Ausübung ihres Berufes, so wenige wie nie zuvor. Ein Arbeitsunfall muss gemeldet werden, wenn der Betroffene länger als drei Tage lang nicht arbeiten kann oder durch den Unfall stirbt.

2015 wurden 1.228.740 meldepflichtige Schulunfälle gemeldet, das ist ein Rückgang um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Schulwegunfälle gingen auf 107.754 zurück. Ein Schulunfall und ein Schulwegunfall müssen gemeldet werden, wenn der Schüler durch den Unfall eine ärztliche Behandlung benötigt.

Erhöht hat sich die Zahl der Verdachtsfälle auf eine Berufskrankheit. 77.000 Fälle wurden gemeldet, das sind 7,6 Prozent mehr als im Jahr 2014. Der Anstieg lässt sich durch die Aufnahme neuer Berufskrankheiten erklären. Der „weiße Hautkrebs“, das Carpaltunnel-Syndrom, das Hypothenar-Hammer-Syndrom und Kehlkopfkrebs, verursacht durch Schwefelsäuredämpfe, wurden der Liste für anerkannte Berufskrankheiten hinzugefügt.

Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV, freuen die rückläufigen Zahlen. Er betonte aber in einer Pressemeldung der DGUV, dass noch viel Arbeit zu erledigen sei. Das Ziel sei die Vision Zero: „Niemand darf bei der Arbeit sein Leben verlieren.“

Schutz vor Arbeitsunfällen in der Industrie bieten Schutzhelme. Aber Achtung: Sie müssen regelmäßig ausgetauscht werden!