Fachkraft für Arbeitssicherheit: Fünf Tipps für Arbeitgeber

Was besagen die Vorschriften, wie erfolgt die Ausbildung, wer kann weiterhelfen? Wir haben die Antworten.

Alles Wissenswerte zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa)

Der Einsatz einer Fachkraft für Arbeitssicherheit ist in Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben.

Ihre Arbeit ist unerlässlich, wenn es um die Sicherheit und Gesundheit im Betrieb geht. Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sifa) sollen Arbeitgeber dabei unterstützen, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen. Doch welche Aufgaben haben sie konkret und wie werden sie ausgebildet? In vielen Unternehmen ist lediglich bekannt, dass das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) den Einsatz der Fachkräfte vorschreibt. Um umfassend über das Thema zu informieren, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) einen Fragenkatalog erstellt. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst:

Wo finde ich die entsprechenden Vorschriften?

  • Im Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit – kurz: Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)
  • In der Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ der Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften, Unfallkassen) der jeweiligen Branche

Welche Möglichkeiten der Bestellung gibt es?

Die Aufgaben der gesetzlich vorgeschriebenen Fachkraft für Sicherheit können übernehmen:

  • eine im Betrieb beschäftigte Person
  • eine freiberuflich beauftragte Fachkraft
  • ein überbetrieblicher Dienst

Der Arbeitgeber muss jeweils sicherstellen, dass die eingesetzte Person über die notwendigen Qualifikationen und Branchenkenntnisse verfügt.

Ich suche eine Fachkraft für Arbeitssicherheit. Wer kann mir weiterhelfen?

Wenn Sie Kontakt zu Fachkräften für Arbeitssicherhiet suchen, wenden Sie sich am besten an die Gesellschaft für Qualität im Arbeitsschutz.

Wer bietet die vorgeschriebenen Lehrgänge an?

Sifa-Lehrgänge bieten unter anderem Berufsgenossenschaften und Unfallkassen an. Angestellte muss der Arbeitgeber zum Kurs anmelden. Die Teilnahmegebühr sowie Kosten für Fahrt, Verpflegung und Unterbringung übernimmt der Unfallversicherungsträger. Eine Liste aller anerkannten Lehrgänge und Bildungsträger finden Sie hier.

Können Vorkenntnisse angerechnet werden?

Teilnehmer mit spezifischen Vorkenntnissen können beantragen, den Lehrgang zur Fachkraft für Arbeitssicherheit zu verkürzen. Diese müssen mit den entsprechenden Zeugnissen nachgewiesen werden. Dabei gilt grundsätzlich:

  • Eine Ausbildung auf dem Gebiet der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.
  • Der Inhalt der vorangegangenen Ausbildung muss der aktuellen Lehrgangskonzeption entsprechen.
  • Trotz der Verkürzung der Ausbildung müssen alle Prüfungen abgelegt werden.

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