Gesundheitstipps: So reduzieren Sie die Arbeitsbelastung

Schweres körperliches Arbeiten führt oft dazu, dass Mitarbeiter erkranken oder in Frührente gehen. Mit diesen Tipps bleibt die Belegschaft auch im Alter fit.

Unternehmen, die vorsorgen, haben weniger Ausfälle zu beklagen. Foto: Fotolia cirquedesprit

Unternehmen, die vorsorgen, haben weniger Ausfälle zu beklagen. Foto: Fotolia cirquedesprit

Irgendwann macht der Körper einfach nicht mehr mit. Einseitige Belastungen, Zwangshaltungen, schweres Heben und Tragen beschleunigen den Verschleiß. Wer körperlich hart arbeitet, hält oftmals nicht bis zur Rente durch. Darunter leidet nicht nur der Betroffene, dem Unternehmen geht vorzeitig ein Mitarbeiter und damit häufig wichtiges Know-how verloren. Mit flexiblem Arbeiten ließe sich das vermeiden. Auf der Seite meistertipp.de finden sich dieser und sechs weitere Tipps, mit denen Sie die Gesundheit ihrer Belegschaft fördern können.

1. Rotieren

Systematische Tätigkeitswechsel vermeiden eintöniges Arbeiten und dauerhafte Zwangshaltungen. Durch eine Arbeitsplatzrotation lassen sich besonders anstrengende Tätigkeiten auf mehrere Schultern verteilen. Bei der Aufgabenverteilung sollten Stärken und Schwächen der jeweiligen Mitarbeiter beachtet werden.

2. Qualifizieren

Wer seine Angestellten kontinuierlich weiterbildet, kann sie im Betrieb flexibel einsetzen – also auch an körperlich weniger belastenden Arbeitsplätzen. Alternativ bieten sich zum Beispiel das Lager, die Materialbeschaffung, Kundendienst und Akquise, die Reklamationsbearbeitung oder die interne Verwaltung an.

3. In die Planung einbinden

Ältere Beschäftigte haben eine enorme Erfahrung. Warum diese nicht für die Arbeitsvorbereitung und
-nachbereitung nutzen? Mit ihrem Know-how können sie beispielsweise dazu beitragen, die Personal- und Zeitplanung oder die Qualitätskontrolle zu verbessern.

4. Teams vom Alter her mischen

In altersmäßig gemischten Teams profitieren Mitarbeiter voneinander: Jüngere Arbeitnehmer können von den älteren lernen, sie aber zugleich auch bei der körperlich anstrengenden Arbeit unterstützen. Die Arbeit kann somit effizienter aufgeteilt werden.

5. Ältere Mitarbeiter als Mentoren einsetzen

Mitarbeiter als Mentoren, die die Auszubildenden während der gesamten Ausbildungszeit begleiten, sichern den Wissenstransfer im Betrieb. Der Mentor lernt Azubis an, erteilt die Arbeitsaufträge – und gibt seine Erfahrungen weiter. Zudem stellt er als erste Anlaufstelle bei betrieblichen aber auch persönlichen Problemen und Fragen eine wichtige Bezugsperson für die jungen Kollegen dar.

6. Unterstützung bereitstellen

Qualifizierte Arbeitnehmer lassen sich entlasten, indem man ihnen angelernte Hilfskräfte für Tätigkeiten zur Seite stellt, die kein Fachwissen verlangen: zum Beispiel für die schweren körperlichen Arbeiten wie Heben und Tragen.

7. Arbeitszeit anpassen

Damit ältere Arbeitnehmer produktiv arbeiten können, lohnt es sich, über verkürzte Arbeitszeiten nachzudenken. Wer flexible Pausen ermöglicht, trägt ebenfalls zum Wohlbefinden der Mitarbeiter bei. Es kann auch nicht schaden, diese generell in die Zeitplanung mit einzubeziehen. Nur weil jemand nicht mehr im Schichtdienst arbeiten kann, muss er deswegen ja nicht gleich ganz aufhören. Schließlich ermöglichen Teilzeitregelungen im Alter einen sanften Übergang in die Rente und sorgen gleichzeitig für eine längere Erwerbstätigkeit.

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