Staubige Angelegenheit

Jeder achte Erwerbstätige kommt regelmäßig mit Staub, Rauch, Gasen und Dämpfen in Kontakt. Das wirkt sich auf die Gesundheit der Beschäftigten aus.

Fast 6.000 Fälle staubbedingter Atemwegserkrankungen werden jährlich in Deutschland gezählt und als Berufskrankheit anerkannt. Durch eine permanente Staubbelastung können die winzigen Partikel des Staubes in die Lungenbläschen eindringen. Das kann Asthma und im schlimmsten Fall sogar Krebs auslösen. Größere Staubpartikel gelangen zwar nicht in die Lunge, setzen sich aber in der Nase, dem Hals und dem Rachenraum ab und verursachen dort Schäden. Eine Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt, wer bei der Arbeit besonders unter Staub etc. und den Folgen leidet.

Viele leiden unter Belastungen durch Staub bei der Arbeit.

Von den in Vollzeit arbeitenden Männern sind 16 Prozent regelmäßig Staub, Rauch, Gas und Dämpfen ausgesetzt, bei den vollzeitarbeitenden Frauen sind es mit 9 Prozent fast halb so wenig. Menschen mit geringem Bildungsabschluss haben bei ihrer Arbeit häufiger (19 Prozent) mit Staub etc. zu tun, als Menschen mit hohem Bildungsniveau (4 Prozent). Arbeiter in der Nachtschicht sind häufiger (26 Prozent) von Staub und Rauch betroffen als andere (19 Prozent). Dieser Unterschied entsteht vorallem durch die nächtliche Reinigung vieler Maschinen, die zusätzlich Gase und Dämpfe freisetzt.

Am meisten unter Staubbelastungen leiden Arbeiter im Baugewerbe (29 Prozent). Auch in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei klagen jeweils 22 Prozent über Belastungen durch Staub. Bei Personen, die in ihrem Beruf schwere körperliche Arbeit ausüben, kommen zu den Belastungen durch Staub etc. noch Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems.

22 Prozent der Befragten, die häufig unter Staub, Rauch, Dämpfen und Gasen arbeiten, sagen von sich selbst, nicht gesund zu sein. Bei den Beschäftigten, die nie oder selten mit Staub etc. zu tun haben, klagen nur 14 Prozent über Husten. Die Zahl verdoppelt sich bei den Arbeitern, die häufig Staub ausgesetzt sind. 24 Prozent dieser Gruppe leiden außerdem an Hautreizungen und Juckreiz und jeder Dritte kämpft mit Problemen im Nasenbereich.

Um die Belastungen für die Arbeitnehmer so gering wie möglich zu halten, sollten Arbeitsschutzmaßnahmen ein fester Bestandteil der Arbeitsabläufe sein. Regelmäßige Schulungen für die Beschäftigten und ein leicht verständlicher Schutzleidfaden helfen ebenfalls, die Belastungen zu reduzieren.

Hilfreich ist dabei das einfache Maßnahmenkonzept zu Gefahrststoffen der BAuA oder der Schutzleidfaden für Staubarbeitsplätze.

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