Tipps zur Lärmreduzierung

Besonders Menschen in Großraumbüros und in der Industrie riskieren es, lärmschwerhörig zu werden. Wir geben Tipps zur Lärmreduzierung.

Lärmschwerhörigkeit ist irreparabel.

Lärmreduzierung während der Arbeit: Beschäftigte in der Industrie und im Baugewerbe sollten unbedingt einen guten Gehörschutz verwenden.

Der Kollege führt ein langes Telefongespräch, zwei weitere unterhalten sich über ein Problem am PC und eine weitere Kollegin tackert am Arbeitsplatz daneben eine Seite nach der anderen. Diese Situation ist mittlerweile Standard in vielen Unternehmen. Denn immer mehr setzen auf kurze Wege und offene Büros – Großraumbüros sind im Trend. Das Problem: der Lärmpegel ist deutlich höher, wenn mehrere Mitarbeiter in einem Büro arbeiten. Der konstante Lärmpegel kann auf Dauer krank machen. Nervosität und Anspannung der Mitarbeiter steigen, viele können nur noch unkonzentriert arbeiten und werden unzufrieden.

Der 27. April ist in diesem Jahr der internationale Tag gegen Lärm. Zu diesem Anlass gibt die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) Tipps zur Lärmreduzierung in Großraumbüros:

  • Schallabsorbierende Stellwände zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen verringern die Ausbreitung von Lärm.
  • Deckensegel helfen gegen die Reflexion des Lärms von oben.
  • Pflanzen, Vorhänge und Teppichböden können den Lärm zusätzlich verringern.
  • Nach Möglichkeit sollte der Drucker in einen separaten Raum gestellt werden.
  • Für längere Telefonate oder Gespräche bietet sich ein eigenes Besprechungszimmer an.

Menschen, die in der Industrie oder im Baugewerbe arbeiten und dort täglich mit Lärm konfrontiert sind, sollten unbedingt einen Gehörschutz tragen. Denn sie sind von der Gefahr einer Lärmschwerhörigkeit noch mehr betroffen, berichtet die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN). Achtung: Die Verschlechterung des Hörvermögens geht langsam und schmerzfrei voran. Einmal entstandene Schäden sind irreparabel. Die Betroffenen sind für den Rest ihres Lebens auf technische Hilfsmittel angewiesen. Für die Berufsgruppe empfehlen sich außerdem eine regelmäßige Kontrolle des Hörvermögens und Vorsorgeuntersuchungen.

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