Unfallgefahr lauert im toten Winkel

Schlechte Sicht ist eine der größten Unfallquellen. Wir sagen Ihnen, wie Sie trotz totem Winkel sicher ankommen.

Besonders Fahrradfahrer und Fußgänger werden im toten Winkel oft übersehen.

Ein toter Winkel lässt sich durch spezielle Spiegel minimieren. Auf den Schulterblick sollte aber dennoch nicht verzichtet werden!

Der nicht einsehbare Bereich für Autofahrer kann laut motorzeitung.de bis zu 38 Prozent betragen. Und trotz Rückspiegeln, Toter-Winkel-Warnern und speziellen gewölbten Gläsern – eine hundertprozentige Sicht durch Spiegel gibt es für den Autofahrer nicht! Bedingt durch ihre Größe übersehen besonders Busse und LKWs Objekte im toten Winkel.

Um die Unfallgefahr durch den toten Winkel zu reduzieren, ist mehr Rücksichtnahme von allen Beteiligten im Straßenverkehr erforderlich. Autofahrer sollten vor Beginn einer Fahrt darauf achten, dass alle Spiegel so eingestellt sind, dass sie größtmögliche Sicht geben. Das eigene Fahrzeug sollte gerade noch am inneren Rand des Seitenspiegels erscheinen. Über den Rückspiegel sollte die gesamte Heckscheibe zu sehen sein.

Am effektivsten gegen Unfälle durch den toten Winkel ist nachweislich der Schulterblick. Leider ist er für viele nur ein sinnloses Überbleibsel aus Fahrschulzeiten. Um anderen Verkehrsteilnehmer das Reagieren einfacher zu machen, sollte stets auch der Blinker beim Abbiegen gesetzt werden.

Passanten und Zweiradfahrer sollten zu ihrem Selbstschutz auch einiges beachten. Vor dem Überqueren einer Straße sollten sie unbedingt prüfen, ob nach rechts abbiegende Fahrzeuge sie erkannt haben. Im Notfall lieber warten und das Auto passieren lassen. Hält ein Auto an der Ampel, sollte der Radfahrer nicht von hinten in den toten Winkel einfahren, sondern lieber mit etwas Abstand hinter dem Auto stehen bleiben.

Fußgänger und Zweiradfahrer sind bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen meistens die Leidtragenden. Daher gilt: Diese Gruppen sollten lieber auf ihr Vorfahrtrecht verzichten, wenn es ansonsten zu einem Unfall kommen könnte.

DEKRA hat in einem Crashtest untersucht, wie gefährlich der Stadtverkehr ist. Eine Unfallursache: schlechte Sicht, bedingt durch den toten Winkel.