Volvo testet autonomes Fahren in China

Groß angelegter Fahrversuch: 100 selbstfahrende Autos sollen ihre Alltagstauglichkeit auf öffentlichen Straßen chinesischer Metropolen unter Beweis stellen.

Volvo testet in China selbst fahrende Autos

Autonom fahrender Prototyp: Volvo XC90 Drive Me (Foto: Volvo)

Der schwedische Automobilhersteller Volvo hat ein klares Ziel vor Augen: Von 2020 an soll kein Insasse eines neuen Modells der Marke mehr getötet oder schwer verletzt werden. Um diese Vision vom unfallfreien Fahren tatsächlich umsetzen zu können, setzt Volvo auf selbstfahrende Autos. Unabhängige Forschungen hätten ergeben, dass bis zu 90 Prozent aller Unfälle auf menschlichen Fehlern basieren. Autonomes Fahren könne die Zahl der Unfälle signifikant reduzieren, heißt es aus dem Unternehmen.

Um die Alltagstauglichkeit der Hightech-Fahrzeuge zu untersuchen, will Volvo 100 Prototypen von chinesischen Fahrern auf öffentliche Straßen testen lassen. In den kommenden Monaten sollen geeignete Städte ausgewählt werden. Gerade in den verkehrsgeplagten Metropolen Chinas kann das autonome Fahren aus Sicht des Herstellers dazu beitragen, die Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig das Stauaufkommen und die Umweltbelastung zu reduzieren – da der autonom gelenkte Verkehr gleichmäßiger rolle.

Möglicherweise hofft Volvo darauf, in China schneller eine Genehmigung für den Einsatz autonomer Autos zu erhalten. Der Hersteller gehört seit 2010 zur chinesischen Geely Holding. Generell fordert er Regierungen dazu auf, so schnell wie möglich Gesetze zu verabschieden, die das autonome Fahren auf öffentlichen Straßen erlauben. Das Bundeskabinett hat am 13. April grünes Licht für einen entsprechenden Gesetzentwurf von Verkehrsminister Alexander Dobrindt gegeben.

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