Arbeitsschutz: Veränderte Abläufe fordern Anpassung

Technologische Entwicklungen verändern das Arbeitsleben. Das bringt neben Chancen auch Risiken für den Arbeitsschutz – neue Regeln sind gefordert.

Arbeitsschutz unter Arbeit 4.0

Schutzhelm, -brille und -schuhe reichen oftmals nicht mehr aus. Arbeitsschutz muss sich an veränderte Abläufe anpassen.

„Mobile Geräte machen Arbeit räumlich und zeitlich flexibler. Autonome Produktionssysteme – Stichwort ‘Industrie 4.0’ – entlasten die Beschäftigten von Routineaufgaben,“ so Dr. Walter Eichendorf, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gegenüber finanzen.net.

Durch Smartphones & Co. lassen sich Beruf und Familie besser vereinbaren, doch negative Aspekte müssen auch berücksichtigt werden. Durch die ständige Erreichbarkeit werden Arbeitszeiten ausgedehnt und Ruhephasen schwer gemacht. Dies in Kombination mit Leistungs- und Konkurrenzdruck kann zu Stress führen und krank machen. Arbeitgeber sollten daher klare Regeln aufstellen. Muss der Mitarbeiter das Firmen-Handy auch am Wochenende dabei haben? Sollen geschäftliche Mails nach 22 Uhr noch versendet werden?

In der Industrie verändern technologische Entwicklungen die Arbeitsabläufe ebenso. Maschinen übernehmen Routineaufgaben und entlasten die Mitarbeiter. Allerdings müssen die Maschinen beaufsichtigt werden und das fordert höchste Konzentration der Mitarbeiter. Arbeitgeber müssen auch hier den Arbeitsschutz an die neuen Aufgabengebiete ihrer Mitarbeiter anpassen.

Helfen können dabei Berater für Arbeitsschutz, die sich intensiv mit dem Wandel der Arbeitswelt auseinandersetzen. Betriebe müssen Arbeitsschutz als Teil der Unternehmenskultur einführen und dementsprechend ernst nehmen.

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