Radfahrer: Alkohol und Ablenkung verursachen Unfälle

Radfahrer leben gefährlich im Straßenverkehr. Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) gibt Aufschluss über die Gefahrenquellen.

Gefahrenquellen für Radfahrer

Radfahrer sind besonders im Stadtverkehr häufig in Unfälle verwickelt. EIn Helm kann vor schweren Verletzungen schützen.

Für die Studie wurden 2.000 Personen befragt, die in den letzten 12 Monaten Fahrrad gefahren sind. Acht Prozent von ihnen hatten in den letzten drei Jahren einen Unfall mit dem Fahrrad.

Die größte Unfallursache: Ablenkung! Viele Radfahrer hantieren mit ihrem Smartphone herum oder sind durch lautes Musikhören vom Verkehrsgeschehen abgelenkt. Besonders jüngere Radfahrer sind deshalb öfters in Verkehrsunfälle verwickelt. Betrunkene sollten das Fahrrad ebenso wie das Auto stehen lassen. Denn was manche nicht wissen: Auch für Radfahrer gibt es eine Promillegrenze. Diese liegt bei 1,6 Promille. Bei Missachtung drohen Punkte in Flensburg und ein saftiges Bußgeld.

Von den verunglückten Radfahrern trugen nur elf Prozent einen Helm zum Zeitpunkt des Unfalls. Die meisten Helmträger waren Männer.

Einige der Verunglückten erlitten durch den Unfall so schwere Verletzungen, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Ältere Radfahrer verletzten sich häufiger. Acht Prozent der stationär behandelten Radfahrer zogen sich ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Die meisten von ihnen trugen zum Unfallzeitpunkt keinen Helm.

Die BASt setzt sich für eine stärkere technische Weiterentwicklung von Fahrrädern ein, um Radfahrer besser vor Unfällen zu schützen. Möglich seien Fahrrad-Airbags oder Auto-Fahrrad-Kommunikationssysteme.

Via: Bundesanstalt für Straßenwesen

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