Sicherheitsmängel: Finger weg vom Billig-Fahrrad!

Im Fahrrad-Test entpuppen sich vermeintliche Schnäppchen als Sicherheitsrisiko.

Finger weg vom Billig-Fahrrad

Wer ein zuverlässiges Fahrrad kaufen will, sollte sich im Fachhandel beraten lassen.

Billig-Fahrräder entsprechen nicht der Verkehrssicherheit. Das hat ein Test des Wirtschafts- und Verbrauchermagazins „Markt“ ergeben – einer Sendung des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Stichprobenartig wurden vier Fahrräder aus Discountern (Aldi, Lidl), Supermärkten (Real) und Baumärkten (Hagebau) von Sachverständigen untersucht. Die Preise lagen zwischen 199 Euro und 299 Euro. Bei allen vier Modellen stellten die Prüfer sicherheitsrelevante Mängel fest. Dazu zählten unter anderem gefährlich eiernde Räder, nicht funktionierende Schaltungen, schlechte Bremsen, verrutschte Felgenbänder und lockere Lenkervorbauten. Bei der Belastungsprobe im Labor brachen sogar zwei Lenker.

Hohes Verletzungsrisiko

Nach Ansicht der Experten dürften die Fahrräder in diesem Zustand nicht verkauft werden. So könnten einige der Mängel zu schweren Stürzen mit schlimmen Verletzungen führen. Laut „Markt“ haben der Baumarkt Hagebau und der Discounter Lidl auf den Test reagiert und die Fährräder aus dem Sortiment genommen – Hagebau habe sogar einen Produktrückruf gestartet.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Verbrauchermagazin Fahrräder aus dem Billigsegment getestet – mit ähnlich schlechten Ergebnissen. Händler und Hersteller hatten damals angekündigt, bei ihren Modellen verstärkt auf die Sicherheit zu achten.

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