Brandgefährlich: Warum Autos Feuer fangen

Es kracht, und dann wird’s brenzlig. In Filmen sehen wir ständig Autos, die nach einem Unfall sofort in Flammen aufgehen. Ist das realistisch? Wir erklären, wann und warum Ihr Auto brennen kann.

160615_DekraGrafik_FahrzeugBrennt_DEAutos brennen viel seltener als allgemein angenommen. Brände zu verhindern, hat mittlerweile oberste Priorität beim Fahrzeug-Bau. Vor einigen Jahren gerieten Autos noch häufiger in Brand, da bei einem Unfall Benzin auslief. Das Gefährliche: Benzin entflammt sich ab 35 Grad selbst. Heute sorgen spezielle Abriegelventile dafür, dass bei einem Unfall die Benzinzufuhr gestoppt wird.

Ganz gebannt ist die Gefahr eines Brandes aber nicht. Durchgescheuerte Leitungen oder Kurzschlüsse sorgen immer wieder für einen Fahrzeugbrand. Motoröl und Kühlmittel für die Klimaanlage sind weitere leicht entzündliche Gefahrenstoffe.

Lastwagen können ebenfalls in Brand geraten, meistens geschieht dies, wenn der Turbolader beschädigt ist. Ist der Fahrer aufmerksam, bemerkt er den Rauch bei einem Defekt und kann das Feuer löschen. Jeder LKW muss zur Feuerbekämpfung zwei Feuerlöscher an Bord haben.

Wie viele Autos brennen nach einem Unfall wirklich? Im Jahr 2014 waren es 15.700 in ganz Deutschland. Vergleicht man die Zahl mit den 2,4 Millionen polizeilich erfassten Unfällen in Deutschland aus dem selben Jahr, ergibt das 0,65 Prozent. Die Darstellung in vielen Filmen ist also äußerst unrealistisch. Aber was wäre das Action-Kino ohne explodierende und brennende Autos?

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