Feuer? Kein Problem!

DEKRA prüft bundesweit in rund 300 Hotels der AccorHotels-Gruppe die brandschutztechnischen Anlagen und sorgt damit für ein hohes Sicherheitsniveau.

Egal, wie groß oder klein ein Hotel ist und welcher Kategorie es angehört: Wenn es brennt, stehen Menschenleben auf dem Spiel, darüber hinaus können Sachschäden ganz schnell gravierende Ausmaße annehmen. Umso wichtiger ist es daher, dass der jeweilige Betreiber über ein umfassendes präventives Brandschutzkonzept verfügt und in diesem Zusammenhang auch regelmäßig die entsprechenden Instandhaltungsmaßnahmen sowie die vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen der betreffenden Anlagen durchgeführt werden.

DEKRA-Experte Ronald Koller überprüfen die brandschutztechnischen Anlagen von Hotels. (Bild: Gudrun Muschalla/DEKRA)

Bei AccorHotels ist ein solches Konzept seit jeher fest in der Firmenphilosophie verankert. Schließlich sollen sich die Gäste in den Hotels nicht nur wohl, sondern auch sicher fühlen. In Deutschland zeigt der französische Konzern mit rund 400 Hotels Präsenz – und für die wiederkehrenden Prüfungen der brandschutztechnischen Anlagen zeichnet in rund 300 dieser Hotels seit über zehn Jahren die Stuttgarter Expertenorganisation DEKRA verantwortlich. Dass sich die AccorHotels-Gruppe, die in Deutschland mit den Marken Sofitel, Pullman, MGallery, Novotel, Novotel Suites und Mercure sowie ibis Styles, ibis und ibis Budget am Markt agiert, für DEKRA entschieden hat, kommt nicht von ungefähr. Ausschlaggebend war insbesondere die Tatsache, mit der Sachverständigenorganisation einen Partner an der Hand zu haben, der alle Prüfsparten abdeckt, regionale Kompetenz besitzt und zugleich Ansprechpartner für das gesamte Bundesgebiet ist.

„Angesichts der Tatsache, dass jedes Bundesland in Sachen Brandschutz seine ganz eigenen Prüfrichtlinien und Bauverordnungen hat, waren dies für uns die ganz zentralen Kriterien“, sagt Franck Freitag, Head of Maintenance der AccorHotels Germany GmbH mit Sitz in München. „Bei DEKRA bekommen wir alles aus einer Hand – und das seit Jahren auf bewährt hohem Niveau“, lobt Franck Freitag. Von den nationalen wie internationalen Gästen werde vor einer Buchung der Brandschutz immer stärker nachgefragt. Sicherheit sei somit ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

„Mit unserem Komplettangebot sind wir in dieser Größenordnung marktführend“

Der Experte organisiert und delegiert das brandschutztechnische Prüfgeschäft für AccorHotels. (Bild: Gudrun Muschalla/DEKRA)

Als sicherheitstechnische Systemlieferanten prüfen die Sachverständigen von DEKRA in den Häusern der AccorHotels grundsätzlich alles, was mit landesbaurechtlichen Bestimmungen, den Unfallverhütungsvorschriften und Vorgaben der Sachversicherer zu tun hat. Die einzelnen Dienstleistungen sind dabei in einem Rahmenvertrag definiert. Dazu gehören Lüftungs-, Brandmelde-, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen ebenso wie Sprinkleranlagen oder Wandhydranten. Außerdem Tiefgaragen von der Abgasableitung bis zur Sicherheit der Tore sowie elektrische Anlagen von der Zentralverteilung über die Sicherheitsbeleuchtung und Notstromversorgung bis zur Steckdose im Zimmer. Nicht vergessen werden dürfen darüber hinaus elektroakustische Notfall-Warnsysteme und Blitzschutzanlagen sowie Fahrstühlen.

„Mit unserem Komplettangebot sind wir in dieser Größenordnung marktführend“, sagt Stephan Wimmer, Abteilungsleiter Industrie, Bau und Immobilien in der Münchner Niederlassung von DEKRA. Von hier aus organisiert und delegiert der Projektleiter zusammen mit Ronald Koller, Fachabteilungsleiter Gebäudetechnik, und seinem Team das brandschutztechnische Prüfgeschäft für AccorHotels. Nach ausgeklügelten Terminplänen sind dabei in exakt festgelegten Abständen – abgestimmt auf die in den verschiedenen Bundesländern vorgeschriebenen Prüffristen – erfahrene Sachverständige für elektrische Anlagen, technische Gebäudeausrüstung und Brandschutz vor Ort im Einsatz.

Durchdachtes Konzept mit doppeltem Boden

So zum Beispiel im Novotel München Messe, einem 2004 eröffneten 4-Sterne-Hotel mit 278 Zimmern. Hier sorgen die Sachverständigen von DEKRA beispielsweise dafür, dass Feuerlöscheinrichtungen wie etwa die in den einzelnen Etagen mehrfach angebrachten Wandhydrantenanlagen einwandfrei funktionieren. „Diese Hydranten dienen im Wesentlichen der schnellen Erstbrandbekämpfung in der Regel durch die Betriebsangehörigen, um so die Brandausweitung so gut wie möglich zu verhindern“, erklärt Ronald Koller. Vor dem Hintergrund, dass die ersten Minuten bis zum Eintreffen der Feuerwehr mitunter lebensentscheidend sein können, werden daher im Rahmen der wiederkehrenden Prüfungen die Zugänglichkeit und Bedienbarkeit ebenso wie der generelle Zustand der Anlage unter die Lupe genommen. Darüber hinaus erfolgt die Kontrolle des Fließ- und Ruhedrucks sowie des maximalen Betriebsdrucks. Außerdem wird der Schlauch ausgerollt, um unter vorhandenem Fließdruck die Dichtheit und Funktion zu prüfen.

Funktioniert der Schlauch und ist er dicht? Den prüfenden Blicken der DEKRA-Experten entgeht kein Mangel. (Bild: Gudrun Muschalla/DEKRA)

Einen hohen Stellenwert nimmt unter anderem auch die Sprinklerzentrale ein. Im Fokus steht dabei neben der Messung der Leistungsdaten im Hinblick auf die Wasserversorgung und der Überprüfung der Ist-/Soll-Werte der Betriebsdrücke und Füllstände zum Beispiel das funktionsmäßige Zusammenwirken der Bauteile zur Wasserversorgung und zur Alarmierung beziehungsweise Störungsmeldung.

Bei den zahlreichen Prüfungen von DEKRA darf die Netzersatzanlage nicht außen vor bleiben. Denn die ist für den Brandschutz insofern wichtig, als bei der Umschaltung von Normal- auf Notstrom genügend Leistung für die automatische Inbetriebnahme der Sprinkleranlage vorhanden sein muss. „Aber auch die im Notfall nur von den Rettungskräften zu nutzenden Fahrstühle müssen weiterhin zuverlässig mit Strom versorgt werden“, ergänzt Ronald Koller.

Egal, was geprüft wird: Die Sachverständigen protokollieren sämtliche Ergebnisse, betreuen im Bedarfsfall anfallende Maßnahmen zur Mängelbeseitigung und sorgen auch für die Nachkontrolle. Damit die Verantwortlichen bei AccorHotels die erfolgten Prüfungen und Ergebnisse nachverfolgen können, hat DEKRA extra ein Tool entwickelt, in dem alle Berichte jederzeit einsehbar sind. „Es ergänzt perfekt unser eigenes Software-Tool ‚SET‘, das wir für unsere Haus- und Regionaltechniker zur Überwachung der Prüffristen mit den jeweiligen Anforderungen inklusive aller Prüfprotokolle eingerichtet haben“, betont Franck Freitag seitens AccorHotels. Ein durchdachtes Konzept also mit doppeltem Boden – für ein Höchstmaß an Sicherheit.

Wenn alles in Ordnung ist, gibt es das Prüfsiegel von DEKRA. (Bild: Gudrun Muschalla/DEKRA)

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