Ab in den Urlaub – darüber streiten Paare während der Fahrt

Ein Urlaub soll der Erholung dienen – leider ist die Autofahrt dahin alles andere als entspannt. Eine Studie zeigt, worüber Paare während der Fahrt streiten.

Bild: DEKRA

Auffällig ist, dass die Streitthemen nach Geschlecht variieren. Frauen bemängeln am meisten den Fahrstil des Anderen und regen sich über die Verkehrssituation auf. Jedem dritten Mann gefällt der Fahrstil der Partnerin zwar auch nicht, doch 13 Prozent der Befragten wird während der Fahrt zu viel gequasselt. Knapp 20 Prozent der Männer gehen beim Streit über die Anzahl der Pausen an die Decke.

Wenig verwunderlich: Hauptgrund für Streitigkeiten ist der Fahrstil. 27 Prozent der Paare geraten auch über die Musiklautstärke und besonders über die Musikauswahl aneinander. Klimaanlage an oder aus? Über die Temperatur im Auto streiten 26 Prozent der Paare, über eine fehlerhafte Navigation 25 Prozent. Vergessenes Gepäck ist bei 16 Prozent der Befragten ein Thema, fast jedes siebte Paar nutzt die Autofahrt zur Diskussion über Grundsatzthemen. Immerhin: zehn Prozent der befragten Paare gibt an, nicht zu streiten und friedlich in den Urlaub zu fahren.

Ganz traditionell ist die Aufgabenverteilung während der Fahrt. 80 Prozent der Männer geben an, dass hauptsächlich sie hinterm Steuer sitzen. Dasselbe behaupten nur 30 Prozent der Frauen. Navigation ist ebenfalls Sache des starken Geschlechts: 69 Prozent der Männer halten das für ihre Aufgabe, 38 Prozent der Frauen setzen auf ihre Navigationskünste. Das Beladen des Autos übernehmen 62 Prozent der befragten Männer und nur 22 Prozent der Frauen. Bei der Kinderbetreuung und der Versorgung mit Reiseproviant sehen sich hingegen die Frauen vorn (77 Prozent beziehungsweise 51 Prozent).

Nach früheren Urlaubsfahrten befragt, erinnern sich die meisten an die Hitze im Auto (45 Prozent) und das Gefühl nie anzukommen (39 Prozent). 37 Prozent sind Grenzkontrollen in Erinnerung geblieben.

Doch mit wem ist es eigentlich sicherer, in den Urlaub zu fahren – Mama oder Papa? Wenn es nach einer Statistik des Auto Club Europas geht, steht die Antwort fest: Mama! Frauen fahren weniger aggressiv und verursachen auch weniger Unfälle. Im Jahr 2008 gingen zwei Drittel aller Autounfälle mit Personenschaden auf die Kappe von Männern. Gerade mal 20 Prozent aller registrierten Verkehrssünder in Flensburg sind weiblich. Aber ein gutes Wort für die Männer muss auch eingelegt werden: Ihre jährliche Fahrleistung ist höher als die der Frauen. Zudem besitzen mehr Männer als Frauen in Deutschland einen Führerschein.

Via: Auto Club Europa, AutoScout24

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