Für jeden Kopf den richtigen Fahrradhelm

Fahrradhelme sind in der Bevölkerung alles andere als beliebt. Dabei schützen sie vor schweren Kopfverletzungen und sind mittlerweile auch richtige Modeaccessoires.

Fahrradhelme beugen Verletzungen vor

Schicker Schutz: Fahrradhelme minimieren das Verletzungsrisiko um bis zu 60 Prozent.

Nur rund 20 Prozent der Fahrradfahrer tragen einen Helm, in der Gruppe der 17- bis 30-Jährigen sind es sogar nur zehn Prozent. Zum Vergleich: Das eigene Smartphone bewahren rund 90 Prozent aller Besitzer mit einer Hülle vor Schäden. Ist uns die Sicherheit des Smartphones mehr wert als die eigene? Schließlich ist allseits bekannt, dass die Gefahr schwerer Kopfverletzungen bei einem Unfall durch einen Helm reduziert wird. Manche Forscher sprechen von einer Risikominimierung von 60 Prozent.

Eine allgemeine Helmpflicht für Radfahrer wird es in Deutschland aber wohl nicht geben. Nach Meinung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sei diese auch nicht durchzusetzen oder zu kontrollieren. Eine weitere Befürchtung: Die Helmpflicht könnte Menschen davon abhalten, das Fahrrad zu benutzen.

Um das Unfallrisiko für Radfahrer zu minimieren, solle die Infrastruktur verbessert und ein Tempolimit für Autofahrer eingeführt werden, fordert der ADFC. Vorbild seien hier die Niederlande. Im Nachbarland gibt es ebenfalls keine Helmpflicht, dank gut ausgebauter Radwege ist die Unfallquote dennoch niedrig.

„Aber ein Fahrradhelm zerstört die Frisur!“ Diese Ausrede will der Kölner Fahrradhändler Jörg Prumbaum nicht mehr gelten lassen. Für jeden Typ gibt es mittlerweile den passenden Helm, meint er. Die Helme seien zudem sehr leicht und böten einen hohen Tragekomfort.

Auf was bei einem Fahrradhelm geachtet werden muss:

Um den perfekt passenden Helm zu finden, lohnt sich der Gang zum Fahrradhändler. Er muss waagerecht auf dem Kopf sitzen, nicht tief im Nacken! Ist der Helm in der richtigen Position, wird der Kopfring festgezogen und der Kinnriemen geschlossen – der Abstand zwischen Riemen und Kinn sollte zwei Fingerbreit sein. Das Gurtdreieck am Ohr soll straff sitzen, das Ohr aber nicht berühren.

Aber Achtung! Ewig haltbar ist der Helm nicht. UV-Licht ist der größte Feind eines Fahrradhelms. Unter hoher Lichteinwirkung wird das Material brüchig und pöros. Experten raten dazu, den Helm spätestens alle fünf Jahre auszutauschen. Weist der Helm schon früher Risse auf oder wird porös, muss er sofort ausgetauscht werden, da die Schutzwirkung dann nicht mehr gegeben ist. Auch nach einem Sturz muss der Helm auf jeden Fall ausgetauscht werden.

Via: Kölner Stadt-Anzeiger

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