Was es bei Ferienjobs zu beachten gilt

Viele Schüler und Studenten wollen sich mit Ferienjobs etwas dazuverdienen. Wir erklären, worauf Arbeitgeber achten müssen.

Ferienjobs

Kellnern ist ein beliebter Ferienjob – doch für jugendliche Aushilfskräfte gelten strenge Regeln.

Zwischen Vollzeitmitarbeitern und Ferienjobbern gibt es keine Unterschiede, was den Arbeitsschutz angeht. Schüler und Studenten sind während der Arbeitszeit über die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt. Sollte den Aushilfskräften im Betrieb etwas passieren, trägt die Berufsgenossenschaft alle Kosten. Arbeitgeber müssen den Arbeitsunfall bei der Berufsgenossenschaft melden, wenn der Verunglückte länger als drei Tage nicht arbeiten kann.

Zu Beginn des Ferienjobs muss ein Mitarbeiter die Aushilfskraft über die betrieblichen Abläufe und Sicherheitsregelungen informieren.

Bei unter 18-Jährigen greift das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArSchG). In diesem ist geregelt, welche Tätigkeiten Schüler bei ihrem Ferienjob nicht ausüben dürfen:

  • schwer heben
  • gefährliche Arbeitsgeräte bedienen
  • in Kontakt mit Gefahrstoffen oder biologischen Arbeitsstoffen kommen
  • Tabak und Alkohol verkaufen
  • an Hitzeplätzen arbeiten
  • Akkordarbeit leisten

Die Pausenregelung für Jugendliche ist ebenfalls klar geregelt: Ab viereinhalb Arbeitsstunden müssen 30 Minuten Pause gemacht werden, ab einer Arbeitszeit von sechs Stunden muss eine einstündige Pause eingelegt werden.

Welche Arbeiten dürfen Schüler und Studenten übernehmen?

Kinder, die jünger als 13 Jahre sind, dürfen überhaupt nicht arbeiten. Es gibt nur zwei Ausnahmen: ein Betriebspraktikum und die gestaltende Mitarbeit bei Film, Fernsehen und Rundfunk.

Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren dürfen höchsten zwei Stunden täglich arbeiten. Sie können Tätigkeiten wie Zeitungen austragen oder Babysitten ausüben. Die Erziehungsberechtigten müssen der Arbeit zustimmen. Mehrwöchige Ferienjobs sind auch für diese Altersgruppe tabu.

Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren benötigen keine Einwilligung der Eltern mehr, wenn sie einen Ferienjob machen wollen – die Eltern müssen aber informiert sein. Die Jugendlichen dürfen samstags, sonntags und an Feiertagen nicht arbeiten – für einige Branchen gibt es aber Sonderregeln. Die Arbeitszeit darf höchstens acht Stunden täglich und 40 Stunden in der Woche betragen. Erlaubt ist ein Ferienjob über maximal vier Wochen.

Schüler, die älter als 18 Jahre sind, dürfen maximal 50 Tage im Jahr arbeiten.

Mehr zum Thema Arbeitssicherheit: http://www.dekra.de/de/arbeitssicherheitsbarometer