Der richtige Kindersitz schützt vor Verletzungen

Kindersitze gibt es in allen Größen und Ausführungen – doch nur ein Sitz, der optimal auf das Gewicht und die Größe des Kindes eingestellt ist, schützt vor Verletzungen.

Kindersitz schützt vor Verletzungen

Nehmen Sie sich Zeit, um den richtigen Kindersitz für Ihre Kinder zu finden. Denn nur so sind die kleinen Mitfahrer im Auto ausreichend geschützt!

Besonders wichtig ist der Kindersitz bei langen Autofahrten. Gerade zur Ferienzeit fahren viele Familien mit dem Auto in den Urlaub. Die Kombination aus langen Fahrtzeiten und hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn erhöht das Unfallrisiko. Ein Kindersitz senkt das Verletzungsrisiko für Kinder.

In Deutschland gilt folgende Regelung: Kinder, die jünger als 12 Jahre sind oder kleiner als 150 cm, müssen im Auto einen Kindersitz benutzen. Dieser muss optimal zur Größe und zum Gewicht des Kindes passen, denn nur so schützt der Sitz bei einem Unfall ausreichend vor Verletzungen.

Kindersitze werden in fünf Gruppen eingeteilt:

  • Gruppe 0: von Geburt bis 10 kg
  • Gruppe 0 plus: von Geburt bis 13 kg
  • Gruppe 1: von 9-18 kg
  • Gruppe 2: von 15-25 kg
  • Gruppe 3: von 22-36 kg

Eltern sollten beim Kauf eines Kindersitzes unbedingt darauf achten, dass der Sitz das ECE-Prüfsiegel hat. Nur Sitze, die dieses Siegel vorweisen, wurden amtlich geprüft. Taugliche Sitze erhalten das Siegel ECE R44.

Experten raten zudem, Kinder so lang wie möglich gegen die Fahrtrichtung sitzen zu lassen. Hierfür eignen sich Babyschalen oder „Reboard-Kindersitze“. Diese Sitze schützen den besonders gefährdeten Kopf und die Halswirbelsäule vor schweren Verletzungen. Wenn die Kinder älter sind, eignet sich ein Kindersitz mit Rückenlehne und Kopfstütze. Von Sitzkissen raten die Experten eher ab.

Auf eins sollten Erwachsene aber besonders achten, wenn sie Kinder im Auto transportieren: das Anschnallen! Bei einem Test in Österreich sollten sich 300 Vorschulkinder selbst im Auto anschnallen. Nur vier von zehn Kindern gelang das ohne Probleme. Alle anderen verdrehten den Gurt oder legten ihn zu lose an – die Schutzwirkung von Sitz und Gurt ist dadurch deutlich geringer. Allerdings gaben bei dem Test fast alle Kinder an, sich im Auto selbst und somit fehlerhaft anzuschnallen! Wenn Sie Kinder im Auto mitnehmen, sollten Sie also darauf achten, dass diese richtig angeschnallt sind. Eltern können mit ihren Kindern das richtige Anschnallen üben. Dann sind die kleinen Mitfahrer auch bei Fahrten in anderen Autos geschützt.

Via: kleinezeitung.at, landesverkehrswacht.de

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