Autonome Autos bieten Senioren uneingeschränkte Mobilität

Dank autonomer Autos könnten Senioren länger selbstständig bleiben. Die Autoindustrie hat die neue Zielgruppe schon im Blick.

Senioren fahren autonome Autos

Nachlassendes Sehvermögen und verminderte Konzentration machen vielen Senioren beim Autofahren zu schaffen. Mit autonomen Autos können sie dennoch mobil bleiben.

2015 haben die über 60-Jährigen in Deutschland mehr als eine Million Neuwagen gekauft – das war jeder dritte Neuwagenkauf. Viele Senioren fahren täglich mit dem Auto und bewahren sich so ein Stück ihrer Selbstständigkeit. Selbst wenn das Sehvermögen und die Konzentration nachlassen, sind die Wenigsten bereit, ihren Führerschein abzugeben.

Die Folge sind häufig Unfälle. Eine Allianz-Studie fand heraus, dass von den über 75-Jährigen, die in einen Unfall verwickelt waren, 75 Prozent die Schuld am Unfall trugen.

Mit autonomen Autos könnten Senioren nach wie vor mobil bleiben, das Unfallrisiko wird jedoch deutlich minimiert. Blinde, Gebrechliche, Kinder und vor allem Menschen ohne Führerschein könnten von den autonomen Autos ebenfalls profitieren. Für Erledigungen sind sie dann nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen.

Daimler geht sogar so weit und spricht davon, dass autonomes Fahren für Behinderte und Senioren eine Frage der Menschenwürde sei.

Ganz einfach dürfte es aber nicht werden, die Senioren an autonome Autos zu gewöhnen. Denn gerade diese Bevölkerungsgruppe hat große Skepsis gegenüber neuen Technologien und ist mit der Bedienung eines autonomen Autos möglicherweise überfordert.

In entlegenen Gebieten überwiegen dennoch die Vorteile der Roboterautos. Menschen sind dort auf Busse und Fahrpläne angewiesen, für Senioren ist es außerdem oftmals ein Problem zu den Bushaltestelle zu gelangen. Autonome Autos bieten den Nutzern eine größere Freiheit und Individualität.

Via: focus.de

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