Arbeitsschutz: Zwangshaltungen erkennen und gegensteuern

Viele berufliche Tätigkeiten gehen mit Zwangshaltungen einher. Dieser Schnelltest verrät Ihnen, ob und wie Sie handeln müssen.

Es ist ungesund, zu lange in einer bestimmten Haltung zu verharren. Foto: Jörn Buchheim - Fotolia

Es ist ungesund, zu lange in einer bestimmten Haltung zu verharren. Foto: Jörn Buchheim – Fotolia

Zwangshaltungen entstehen bei stundenlangem Sitzen gleichermaßen wie beim Knien oder Über-Kopf-Arbeiten. Wie schädlich die Tätigkeiten in Ihrem Betrieb sind, können Sie jetzt mit dem Schnelltest der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) ermitteln. Anhand von sieben Fragen wird geklärt, welche gesundheitlichen Auswirkungen die entsprechenden Körperhaltungen mit sich bringen. Das Ganze erfolgt per Ampeldiagnose – bei Rot ist es höchste Zeit zu handeln.

Unnatürliche Körperhaltung verursachen mitunter Schmerzen, Verspannungen und Durchblutungsstörungen. Auf Dauer kann es zu den typischen Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) kommen. Daher gibt die BGHM im Rahmen des Tests auch folgende Empfehlungen, wie Sie Zwangshaltungen begegnen können:

  • Analysieren Sie, welche Arbeitsplätze und Tätigkeiten betroffen sind.
  • Weisen Sie Beschäftigte auf die Gefahren von Zwangshaltungen hin.
  • Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter zu regelmäßigen Pausen sowie Haltungs- und Positionswechseln.
  • Optimieren Sie die Arbeitsplätze nach ergonomischen Aspekten.
  • Lassen Sie sich durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützen.

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