Flexibles Arbeiten fördert die Gesundheit

Überstunden machen Studien zufolge vor allem Frauen krank. Experten empfehlen flexibles Arbeiten als gesundheitsfördernde Maßnahmen.

Die Doppelbelastung von Familie und Beruf macht Frauen zu schaffen. Kommen dann noch Überstunden hinzu, leidet die Gesundheit. Foto: vectorfusionart – Fotolia

Flexible Zeiteinteilung, Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), Arbeitsmedizinische Vorsorge und Unterstützung von Vorgesetzten schützen weibliche Beschäftigte vor chronischen Krankheiten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Ohio State University. Sie belegt frühere Untersuchungen, wonach Arbeitnehmer, die dauerhaft Überstunden machen, mehr Stress haben, öfter unter Schlaf- und Verdauungsproblemen leiden und mehr chronisch müde sind. Außerdem sinkt die Leistungsfähigkeit, das Unfallrisiko steigt.

Demnach schaden zu viele Überstunden flexibles Arbeiten vor allem Frauen. In der Untersuchung mit rund 7.500 Teilnehmern wiesen weibliche Beschäftigte, die über drei Jahrzehnte hinweg 60 Wochenstunden arbeiteten, ein dreifach erhöhtes Risiko für Krebs, Diabetes und Herzprobleme auf. Die „Schmerzgrenze“ haben die Forscher bei 40 Stunden ausgemacht. Schon wenn die Wochenarbeitszeit diese übersteige, steigt das Erkrankungsrisiko. Eine deutliche Erhöhung tritt ab 50 Wochenstunden ein.

Bei Männern fällt das Risiko laut der Studie nicht so hoch aus. Gründe hierfür seien, dass nach wie vor überwiegend Frauen neben den vielen Arbeitsstunden im Job auch noch die Verantwortung für die Familienangelegenheiten tragen würden – dadurch entstünden mehr Stress und Druck.

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