Krankheitsgefahr: So schützen Sie sich vor Legionellen im Wasser

Sind Sie längere Zeit abwesend, erhöht sich die Gefahr von Legionellen im Wasser. Um sich vor gefährlichen Krankheiten zu schützen, sollten Sie einige Tipps beachten.

Legionellen vermehren sich in warmem Wasser

In etwa jeder zehnten Wasserprobe finden sich gesundheitsgefährdende Legionellen. (Bild: DEKRA)

Während eines Urlaubs kommt der Wasserkreislauf in der Wohnung oder dem Haus zum Stillstand. Im stehenden Wasser vermehren sich Bakterien besonders gut  – vor allem bei sommerlichen Temperaturen zwischen 25 und 55 Grad Celsius.

Wenn Sie nach dem Urlaub heimkommen, sollten Sie das warme Wasser an allen Wasserentnahmestellen im Haus zuerst einige Minuten laufen lassen. Dadurch wird das stehende Wasser durch frisches ersetzt. Verlassen Sie den Raum, in dem Sie das Wasser fließen lassen, denn schon das Einatmen von bakteriell verseuchten Wassertröpfchen kann schwer krank machen. Das gleiche gilt auch für die Hoteldusche am Urlaubsort!

Legionellen können das Pontiac-Fieber verursachen, eine fiebrige Grippeerkrankung. Weitaus gefährlicher ist aber die Legionärskrankheit, die schwere Lungenkrankheiten hervorruft und die vor allem für ältere Menschen lebensbedrohlich sein kann. Schätzungsweise 100.000 Fälle des Pontiac-Fiebers gibt es jährlich in Deutschland, etwa 6.000 bis 10.000 Menschen erkranken an der Legionärskrankheit, bis zu 20 Prozent der Erkrankten sterben daran.

Nach DEKRA-Informationen weist jede zehnte Wasserprobe in Warmwasser-Bereitungsanlagen Spuren von Legionellen auf. Nicht nur eine zu geringe Wasserentnahme kann die Vermehrung der Bakterien begünstigen – auch technische Anlagenmängel oder unsachgemäße Wartung tragen dazu bei. Werden bei einer Wasserprobe Legionellen nachgewiesen, muss daher ein Sachverständiger informiert werden, der eine Gefährdungsanalyse durchführt.

Seit 2012 müssen Vermieter eines Hauses mit mehr als zwei Wohneinheiten alle drei Jahre Wasserproben entnehmen und diese auf Bakterien untersuchen lassen.

Mehr lesen: DEKRA untersucht Wasserproben auf Legionellen und führt auch eine Schwachstellenanalyse bei Warmwasserbereitungsanlagen durch.