Betriebliche Ersthelfer: Lehrgangskosten werden übernommen

Ersthelfer im Betrieb können im Erntsfall Leben retten. Die Kosten für ihre Ausbildung übernimmt unter anderem die gesetzliche Unfallversicherung VGB.

Von schnellen und geübten Erste-Hilfe-Maßnahmen können Menschenleben abhängen. Die Aus- und Fortbildung zum betrieblichen Ersthelfer ist für Teilnehmer kostenlos. Photo: Pixabay

Von schnellen und geübten Erste-Hilfe-Maßnahmen können Menschenleben abhängen. Die Aus- und Fortbildung zum betrieblichen Ersthelfer ist für Teilnehmer kostenlos. Photo: Pixabay

Im Jahr 2015 ereigneten sich rund 865.000 Arbeitsunfälle, die eine Arbeitsunfähigkeit von wenigstens drei Tagen zur Folge hatten. Diese Zahlen nennt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Oft hängen Gesundheit oder sogar das Leben eines Menschen davon ab, dass ihm schnellstmöglich und professionell geholfen wird. Bei Bewusstlosigkeit, Herzstillstand oder großen Verletzungen zählen Sekunden, um Erste Hilfe zu leisten. Denn bis der Not- oder Betriebsarzt eintrifft, kann es oft bereits zu spät sein.

Die gesetzliche Unfallversicherung VGB empfiehlt deshalb ihren Versicherten, sich zum betrieblichen Ersthelfer ausbilden zu lassen. Die Lehrgangskosten trägt die VBG im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen. Ein Angebot, das im vergangenen Jahr gut angekommen ist. Rund 200.000 Versicherte ließen sich als betriebliche Ersthelfer aus- und fortbilden.

Für Teilnehmer kostenlos

In insgesamt neun Unterrichtseinheiten von 45 Minuten wird das benötigte Basis- und Fachwissen vermittelt, um im Notfall schnell und richtig zu handeln. Dabei sind die Ersthelfer verpflichtet, ihre Kenntnisse alle zwei Jahre mit entsprechenden Kursen aufzufrischen. Die Kursgebühren rechnen die ausbildenden Stellen direkt mit der Versicherung ab, während die Betriebe für Fahrtkosten und Entgeltfortzahlung aufkommen.

Nicht nur die VGB übernimmt die Kursgebühren, auch andere Träger der gesetzlichen Unfallversicherung kommen für diese Kosten auf. Unternehmen, für die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand zuständig sind, können sich im Vorfeld dort über Lehrangebote und Kostenübernahmen informieren.

Via arbeitssicherheit.de

Mehr lesen: Fünf Tipps zum Arbeitsschutz