Ziehen, Heben, Schieben: Gefahren bei der Arbeit

Versteckte Gefahr bei der Arbeit: In vielen Berufen müssen schwere Lasten von Hand bewegt werden. Eine Arbeitsschutz-Initiative stellt Hilfen zur Vermeidung von körperlichen Schäden vor.

Heben, ziehen, schieben: In mehr Berufen als gedacht werden schwere Lasten bewegt, vom Gebäudereiniger bis zur Müllabfuhr. Photo: Pixabay

Heben, Ziehen, Schieben: In mehr Berufen als gedacht werden schwere Lasten bewegt, vom Gebäudereiniger bis zur Müllabfuhr. Photo: Pixabay

Gar nicht so wenige Arbeitnehmer sehen sich im Beruf mit dem Bewegen schwerer Lasten konfrontiert. Ob das Krankenbett in der Altenpflege oder der Warencontainer im Supermarkt. Nicht nur auf der Baustelle müssen Beschäftigte oftmals richtig schwere Arbeit verrichten. Der Putzeimer des Gebäudereinigers oder der Paketwagen in der Postverteilstelle – all das wird meist ohne größeres Nachdenken bewegt, obwohl es sich tatsächlich um schwere körperliche Arbeit handelt, die sich zudem dauernd wiederholt und entsprechende Beeinträchtigungen zur Folge haben kann.

Arbeitsbedingte Gefährungen minimieren

Die Initiative GDA ist ein strategisches Bündnis aus Bund, Ländern, Kranken- und Unfallversicherungsträgern. In ihrem Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen hat sie sich zur Aufgabe gemacht, die arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen zu minimieren. Ziel ist es, über Aufklärung, Schulungen und Handreichungen die Arbeitsverhältnisse in den Betrieben gesundheitsgerechter zu gestalten und ein gesundes Arbeitsverhalten der Beschäftigten zu fördern.

Über das Internetportal gdabewegt.de gibt die Initiative Hinweise für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, um Erkrankungen vorzubeugen. Speziell die letenden Angestellten und Unternehmer erhalten hier Handlungshinweise, um das Arbeitsumfeld zu verbessern.

Kleine Änderungen, große Wirkung

So sollen sie in Zusammenarbeit mit den Arbeitssicherheitsbeauftragten und den Betriebsärzten neue Arbeitsabläufe organisieren, um das Erkrankungsrisiko zu minimieren. Etwa die Aufteilung zu bewegender Laste in kleinere besser handhabbare Größen oder einen Wechsel im Arbeitsablauf, um den Angestellten Entlastungsphasen zu erlauben.

Mittels technischer Hilfe wie etwa elektrisch betriebener Flurförderfahrzeuge sowie der Optimierung von Bewegungskorridoren, bei denen schwierig zu bewältigende Engstellen vermieden werden, ließe sich weitere Entlastung erreichen.

Via gdabewegt.de

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