Giftgefahren im Haus: Alltägliche Gifte erkennen

Besonders Kinder sind durch alltägliche Gifte im Haushalt gefährdet. Vorsichtsmaßnahmen helfen, Unglücke zu vermeiden.

Giftgefahren für Kinder im Haushalt – durch alltägliche Dinge wie Kosmetika, Batterien oder Arzneimittel, die wie Süßigkeiten aussehen. Foto: Pixabay

Giftgefahren für Kinder im Haushalt – durch alltägliche Dinge wie Kosmetika, Batterien oder Arzneimittel, die wie Süßigkeiten aussehen. Foto: Pixabay

Niemand käme auf die Idee, Pestizide oder Säure in einem Speiseschrank aufzubewahren, denn die Gefahr einer Verletzung durch versehentliche Verwechslung wäre enorm. Doch die größte Giftgefahr im Haushalt geht, besonders für Kinder, von alltäglichen Gegenständen und Mitteln aus. In Küche, Bad und Wohnzimmer lauern mehr Gefahrstoffe, als man gemeinhin annehmen möchte,

Wichtig ist es, bestimmte Mittel für Kleinkinder unzugänglich zu lagern. Dazu gehören besonders gefährliche Stoffe wie Abflussreiniger, Entkalker oder Waschmittel. Aber auch Tabakwaren und Alkoholika müssen, so sie im Haushalt vorhanden sind, in sicherer Entfernung zu Kinderhänden untergebracht werden.

Alkohol steckt in vielen Produkten

Dabei sind nicht nur die normalen alkoholischen Getränke eine Gefahrenquelle. Ebenfalls zum Teil stark alkoholhaltige Gifte sind beispielsweise Kosmetikprodukte wie Rasierwasser oder Parfüm. Die Gefahr von Getränken mit geringerem Alkoholgehalt sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden, denn Kinder reagieren empfindlicher auf Alkohol als Erwachsene. Neben Reizwirkungen bis hin zu Gewebsschädigungen bei Verschlucken von „Hochprozentigem“ und den bekannten Folgen wie Rausch, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen können unter Umständen auch Störungen im Zuckerstoffwechsel auftreten.

Auch die sichere Aufbewahrung von Medikamenten ist unabdingbar. Kinder, die Tabletten für Süßigkeiten halten oder Doktor spielen wollen, sind besonders gefährdet. Bei kranken Personen stehen die Medikamente aus praktischen Gründen häufig offen neben dem Bett oder befinden sich in einer unverschlossenen Nachttischschublade, so dass sie für Kinder einfach erreichbar sind.

Verwechslungsgefahr bei Medikamenten

Gedacht werden sollte außerdem an Medikamente, die ein Besuch vielleicht mitbringt oder mit denen Kinder bei Besuchen außerhalb in Berührung kommen können, weiterhin an rezeptfrei erhältliche Produkte und Tierarzneimittel. Selbst bei der normalen Anwendung von Medikamenten können Verwechselungen auftreten, wobei besonders Personen mit Sehbeeinträchtigungen gefährdet sind.

Batterien, besonders sogenannte Knopfzellen, können von Kindern leicht verschluckt werden, auch sie gehören an sichere Aufbewahrungsorte. Wenn ihr Inhalt im Verdauungstrakt freigesetzt wird, kann es zu Reizungen bis Verätzungen und dadurch zu Magen-Darmbeschwerden kommen.

Via VIS Bayern

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