Heizöltanks: Gefahr durch alternden Kunststoff

Viele Heizöltanks aus Kunststoff in Deutschland sind bereits älter als 25 Jahre. Bei Defekten drohen den Eigentümern hohe Kosten.

Überalterte Heizöllagertanks aus Kunststoff bergen ein erhöhtes Risiko von Boden- und Gewässerschaden. Das ist meist mit hohen Kosten verbunden. Foto: Torsten Seibt

Überalterte Heizöllagertanks aus Kunststoff bergen ein erhöhtes Risiko von Boden- und Gewässerschaden. Das ist meist mit hohen Kosten verbunden. Foto: Torsten Seibt

Heizöltanks aus Kunststoff haben längst die früher üblichen Stahltanks abgelöst. Doch diese Behälter haben eine begrenzte Lebensdauer, da der Kunststoff altert und entsprechend Undichtigkeiten drohen. Solche Altanlagen entsprechen oft nicht mehr den technischen Regelwerken, wie die Sachverständigen von DEKRA feststellen. Läuft aus einem defekten Tank Öl aus, drohen schwere Schäden im Grundwasser sowie an der Bausubstanz.

Bei Defekten drohen hohe Kosten

Mit dieser Gefahr einher gehen hohe Kosten. Es drohen nicht nur empfindliche Bußgelder, auch eventuell bestehende Versicherungen müssen für Schäden nicht mehr eintreten, wenn der Betreiber seine Anlage über den vorgegebenen Zeitraum hinaus benutzt. Die DEKRA-Experten empfehlen, mangelhafte Öltanks gegen moderne Varianten auszutauschen, die beispielsweise mit einer Diffusionssperre gegen austretenden Heizölgeruch ausgestattet sind und durch eine doppelwandige oder Tank-in-Tank-Ausführung höhere Sicherheit bieten als einfache Systeme.

Als Beispiele für typische Mängel nennen die Experten:

  • Die Ausbildung eines „Elefantenfußes“, eine Einbuchtung an den unteren Ecken des Tanks nach innen mit Verlust der Stabilität der Tankanlage
  • Die Absenkung des Tankdaches (Sattelbildung), diese kann zu Undichtheiten an den angeschlossenen Rohrleitungen (Befüll-, Entlüftungs-, Entnahmeleitung) führen
  • Die Versprödung, Verfärbung oder Rissbildung (z.B. durch Sonneneinstrahlung in den Lagerraum)

Grundsätzlich sind alle Betreiber, auch Privatleute, verpflichtet, Heizöltankanlagen laufend auf äußerlich sichtbare Schäden zu überprüfen und regelmäßig warten zu lassen. Wer sich die regelmäßige Kontrolle nicht selbst zutraut, muss einen Fachbetrieb damit beauftragen. Vorgeschrieben ist weiter eine in der Regel jährliche Wartung der Sicherheitseinrichtungen von einem anerkannten Fachbetrieb und in bestimmten Abständen (je nach Volumen und Standort) eine vollständige Überprüfung durch einen Sachverständigen.

Via DEKRA

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