Kindersitze im Test: Dreimal „mangelhaft“.

Kindersitze sind für die kleinsten Autoinsassen überlebenswichtig. Doch immer wieder gibt es Modelle, die keine gute Sicherheit bieten. Erneut fielen drei Exemplare im ADAC-Test durch.

Der ADAC hat zusammen mit der Stiftung Warentest 16 aktuelle Kindersitze gecrasht. Drei der Probanden sind mit dem Testurteil „mangelhaft“ durchgefallen. Foto: Pixabay

Der ADAC hat zusammen mit der Stiftung Warentest 16 aktuelle Kindersitze gecrasht. Drei der Probanden sind mit dem Testurteil „mangelhaft“ durchgefallen. Foto: ADAC

Kinder bis 12 Jahre müssen zu ihrer eigenen Sicherheit mit einer speziellen Rückhaltevorrichtung im Auto untergebracht werden, der Sicherheitsgurt für Erwachsene bietet ihnen keinen ausreichenden Schutz. Um Eltern beim Kauf eines passenden Kindersitzes Entscheidungshilfe geben zu können, testet der ADAC regelmäßig aktuelle Modelle.

16 Kindersitze im Test

Beim 2016er-Test wurde nicht nur mit einem Crashtest die Unfallsicherheit überprüft, die Kindersitze wurden auch hinsichtlich ihrer Ergonomie, der Bedienung, Verarbeitung evetnuell enthaltener Schadstoffe sowie der Reinigungsmöglichkeiten bewertet. Bedauerlich dabei: Von den 16 getesteten Modellen fallen gleich drei Exemplare durch, davon zwei aufgrund der Bewertung „nicht genügend“ beim Crashtest.

Für Kinder bis zu einem Jahr wurden der Cybex Aton Q i-Size sowie der Cybex Aton Q i-Size + Base Q i-Size mit „gut“ bewertet. Kinder bis zu vier Jahren sitzen im Cybex Sirona M2 i-Size, im Recaro Zero.1 sowie im Kiddy Phoenixfix 3 „gut“. Für größere Kinder bis zwölf erreichte der Jané Quartz ein „gut“. Der Joie i-Anchor Advance (bis vier Jahre) und der Maxi-Cosi Rubi XP (ein bis vier Jahre) erreichten nur ein „befriedigend“.

Ergebnisse Kindersitzcrashtest ADAC 2016. Grafik: ADAC

Ergebnisse Kindersitzcrashtest ADAC 2016. Grafik: ADAC

 

Drei Sitze fallen durch

Getrübt wird das positive Ergebnis aber von den beiden mit „nicht genügend“ bewerteten Produkten. Der Nuna Rebl und der Recaro Optia sind wegen schwerer Sicherheitsmängel beim Frontaufprall glatt durchgefallen. Beim Modell Rebl von Nuna brach beim Frontalaufprall der Metallrahmen unter der Sitzschale. Beim Optia löste sich die Sitzschale von der Isofixbasis. Der Hersteller Recaro hat bereits eine Umtauschaktion eingeleitet.

Der Diono Radian 5 fällt aufgrund einer mangelhaften Bewertung in der Kategorie „Bedienung“ durch. Je nach Gewicht des Kindes und der Einbauart müssen bei diesem Sitz verschiedene Umbauten mit losen Teilen vorgenommen werden. Die Gefahr der Fehlbedienung ist groß. Auch negativ: Der Hosenträgergurt für größere Kinder lässt sich bei diesem Modell selbst unter erhöhtem Kraftaufwand nicht spannen.

Via auto, motor und sport

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