Sturzgefahr: Die meisten Unfälle passieren zu Hause

Dort, wo man sich eigentlich am sichersten fühlt, passieren dennoch die meisten tödlichen Unfälle: In den eigenen vier Wänden. Doch entsprechende Vorsorge kann das Risiko erheblich reduzieren.

Der Großteil der tödlichen Unfälle im Haushalt erfolgt durch Stürze, nicht nur, aber vor allem in der Altersgruppe der 65- bis 80-Jährigen. Foto: Pixabay

Der Großteil der tödlichen Unfälle im Haushalt erfolgt durch Stürze, nicht nur, aber vor allem in der Altersgruppe der 65- bis 80-Jährigen. Foto: Pixabay

Schwer vorstellbar, doch tatsächlich sterben in Deutschland mehr Menschen durch Unfälle in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus als im Straßenverkehr. Wie das statistische Bundesamt berechnet hat, sind in den letzten fünf Jahren durchschnittlich rund 8.300 Menschen in jedem Jahr bei einem Haushaltsunfall ums Leben gekommen. Noch erschreckender: Die Zahlen steigen seit 1998 (damals waren es 5.588) kontinuierlich. Hauptunfallursache sind mit großem Abstand die Stürze. Und das größte Risiko besteht für ältere Menschen, denn die Altersgruppe der 65- bis 80-Jährigen ist hierbei besonders stark vertreten.

Nur keine Hast

Dabei können schon ganz einfache Maßnahmen für eine erhebliche Minimierung des Sturzrisikos sorgen. Die allerwichtigste Regel im Haushalt: Nur keine übertriebene Eile. Wer hastig durch das Haus rennt, lebt gefährlicher. Speziell ältere Menschen sollten anstehende Arbeiten auch ruhig auf einem Blatt Papier planen und abarbeiten, mit einem entsprechend eingeplanten Zeitpuffer. Stolperfallen sollten gar nicht erst entstehen. Hochstehende Teppichecken, herumliegende Kabel oder Werkzeuge sollten immer sofort beseitigt werden. Ebenfalls wichtig ist eine ausreichende Beleuchtung, egal ob im Treppenhaus oder dem Keller. Ältere Menschen sollten im Haushalt geschlossene, flache Schuhe mit rutschfester Sohle tragen, um Unfälle zu vermeiden.

Scharfe Klingen sind sicherer

Nach der Sturzgefahr rangiert die Handhabung von scharfen oder spitzen Handwerkszeugen auf dem zweiten Rang der Unfallursachen im Haushalt. Auch hier gilt: Aufmerksamkeit verhindert Unfälle. Man sollte sich nicht selbst mit Radio oder einem TV-Gerät bei der Arbeit ablenken und konzentriert bei der Sache bleiben. Wichtig dabei ist, mit intakten und scharfen Messern und Werkzeugen zu arbeiten. Denn obwohl es auf den ersten Blick merkwürdig wirkt, bergen stumpfe Klingen tatsächlich eine höhere Unfall- und Verletzungsgefahr, weil man mit ihnen mehr Druck ausüben muss und leichter abrutschen kann. Unter das Schneidbrett in der Küche sollte man ein feuchtes Tuch legen, das verringert die Gefahr des Wegrutschens.

Via axa.de

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