Adventszeit: Erhöhte Brandgefahr

Alle Jahre wieder zur Adventszeit sind die Feuerwehren in Alarmbereitschaft. Denn festliche Gestecke und der geschmückte Weihnachtsbaum sind im Wortsinne brandgefährlich.

In der Adventszeit steigt die Gefahr von Zimmer- und Wohnungsbränden drastisch. Besonders Kerzen an Weihnachtsbäumen sind eine Gefahrenquelle. Foto: Torsten Seibt

In der Adventszeit steigt die Gefahr von Zimmer- und Wohnungsbränden drastisch. Besonders Kerzen an Weihnachtsbäumen sind eine Gefahrenquelle. Foto: Torsten Seibt

Es sind einige Faktoren, die zur erhöhten Brandgefahr in der Adventszeit beitragen. Der traditionelle Adventskranz beispielsweise mit seinen vier Kerzen ist immerhin für einen ganzen Monat „in Betrieb“. Das bedeutet, dass die verwendeten Nadelbaumzweige, Zapfen und anderes Dekorationsmaterial in der dauerhaft beheizten Wohnumgebung extrem trocken und brennwillig sind. Hier genügt schon der kurze Kontakt mit einer abgebrannten Kerze, um den ganzen Kranz in Sekundenschnelle lichterloh brennen zu lassen.

Nadelholz wird extrem trocken

Noch höher ist die Feuergefahr bei Weihnachtsbäumen, wenn diese traditionell mit echten Kerzen geschmückt werden. Auch die Bäume verbleiben oft wochenlang, auch über die Adventszeit hinaus, in der Wohnung, traditionell werden sie erst zum 6. Januar am Feiertag „Heilige Drei Könige“ aus der Wohnung entfernt. Sie können so ebenfalls extrem trocken werden. Durch das im Holz enthaltene Harz sind Nadelbäume ohnehin erheblich „brennfreudiger“. Ein Weihnachtsbaum beginnt daher im Ernstfall nicht langsam zu brennen, sondern steht in kürzester Frist explosionsartig komplett in Flammen.

Aus diesem Grund ist es auch mit „Haushaltsmitteln“ wie einem bereit gehaltenen Eimer Wasser nur schwer möglich, einen so in Brand geratenen Baum komplett zu löschen. Vor allem dann nicht, wenn dieser bei – auch nur kurzer – Abwesenheit in Brand geraten ist. Die Sachverständigen der DEKRA empfehlen in jedem Fall, folgende Sicherheitsregeln zu beachten:

  • Brennende Kerzen nicht unbeaufsichtigt oder mit Kindern oder Haustieren allein lassen.
  • Auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Gegenständen aller Art sowie auf einen stabilen, hitzebeständigen Kerzenhalter achten.
  • Kerzen nicht ausblasen, sondern mit einem Kerzenlöscher ersticken. Vorsicht: Zugluft kann einen glimmenden Docht neu entzünden.
  • Beim Kerzenkauf auf Qualität achten. Sicherheit signalisiert das „RAL Gütezeichen Kerzen“, welches an einer stilisierten Kerzenflamme zu erkennen ist.
  • Wassereimer, Löschdecke, Feuerlöscher bereithalten, falls es doch einmal zu einem Brand kommt. Im Notfall 112 rufen.

Via DEKRA

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