Autonomes Fahren: BMW testet in Münchner Innenstadt

Die deutschen Autohersteller entwickeln das Thema autonomes Fahren mit Hochdruck. BMW hat jetzt den Testbetrieb in der Münchener Innenstadt angekündigt.

BMW forscht an autonom fahrenden Autos, im Bild die Studie "Vision Next 100". Jetzt wird auch im Münchner Stadtverkehr geprobt. Foto: BMW

BMW forscht an autonom fahrenden Autos, im Bild die Studie „Vision Next 100“. Jetzt wird auch im Münchner Stadtverkehr geprobt. Foto: BMW

BMW geht bei der Entwicklung autonom fahrender Pkw in den nächsten Entwicklungsschritt. Wie der Konzern mitgeteilt hat, sollen ab 2017 spezielle Testfahrzeuge im Münchener Stadtverkehr eingesetzt werden. Bereits jetzt sind solche vom Computer gesteuerten Fahrzeuge in Garching unterwegs, einem Städtchen wenige Kilometer außerhalb der bayerischen Landeshauptstadt und Sitz einiger Entwicklungsabteilungen von BMW.

Für 2017 plant BMW den Einsatz von solchen Testwagen des Typs 7er und 3er GT, die direkt im dichten Münchener Verkehr erprobt werden sollen. Die vollautomatisiert fahrenden Modelle sind von außen mit der Aufschrift „Connected Drive“ gekennzeichnet. In ihnen ist immer ein Fahrer anwesend, der im Zweifelsfall ins Steuer eingreifen kann.

Fußgängerschutz hat Priorität

Die Erprobungsfahrten dienen unter anderem dazu, den komplexen innerstädtischen Verkehr mit vielen Fußgängern und ihrem aus Computersicht chaotischen Verhalten zu üben. Ziel sei es, dem System Sonderfälle beizubringen, die es auch aus bestimmten Verhaltensmustern oder Gesten anderer Verkehrsteilnehmer erkennen kann.

BMW hat laut eigenen Angaben bereits langjährige Erfahrung in diesem Thema, so sei bereits im Jahr 2006 ein Versuchsfahrzeug eigenständig um den Rundkurs der Rennstrecke in Hockenheim gefahren. Für 2021 hat der Konzern den BMW i Next angekündigt. „Er verkörpert die vier Eigenschaften moderner Mobilität, die wir ACES nennen: Automated, Connected, Electrified und Shared – kurz: die Mobilität der Zukunft“, so der BMW Vorstandsvorsitzende Harald Krüger in einer Ansprache.

Bereits heute können Fahrzeuge mit entsprechenden Assistenzsystemen zumindest teilweise autonom fahren, indem sie eigenständig Gas geben und bremsen sowie die Fahrspur halten. Dennoch muss der Fahrer stets aufmerksam sein und ins Geschehen eingreifen können. Auch die anderen Automarken entwickeln derzeit mit Hochdruck an weiterentwickelten Systemen. Laut auto, motor und sport sind zum Beispiel die Mercedes-Entwickler überrascht von den schnellen Fortschritten dieser Technologie, die sie so nicht erwartet hatten.

Via auto, motor und sport

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