Dachboxen: Sicher durch den Winterurlaub

Speziell im Winterurlaub sind Dachboxen auf den Straßen allgegenwärtig. Die praktischen Stauräume auf dem Autodach schaffen Platz für sperriges Gepäck. Dabei gibt es aber einiges zu beachten, um sicher ans Ziel zu gelangen.

Besonders im Winterurlaub wird die Gepäckkapazität der Autos auf die Probe gestellt. Foto: ams

Besonders im Winterurlaub wird die Gepäckkapazität der Autos auf die Probe gestellt. Foto: ams

Ursprünglich wurden die heute üblichen Dachboxen vor allem für den Skiurlaub entwickelt. Kleinere Pkw oder auch Limousinen bieten bei der Beladung mit Urlaubsgepäck kaum noch Platz, um das sperrige Sportequipment zu befördern. Dachboxen schaffen willkommene Abhilfe.

Zusätzliche Spanngurte verwenden

Doch oftmals werden aus Leichtsinn oder Bequemlichkeit elementare Sicherheitsregeln missachtet, wenn diese Dachboxen montiert und beladen werden. Unbedingt muss zum Beispiel die zulässige Traglast des am Pkw montierten Trägersystems beachtet und die vom jeweiligen Hersteller gelieferte Originalbefestigung verwendet werden. Bastellösungen sind tabu. Bei der Berechnung der Dachlast ist außerdem darauf zu achten, dass auch das Trägersystem und die Dachbox selbst zum Gewicht addiert werden.

Ein weiterer Schwachpunkt ist die Ladungssicherung. In Crashtests haben DEKRA-Experten bereits mehrfach festgestellt, dass die serienmäßigen Spanngurte in Dachboxen für eine sichere Befestigung nicht ausreichen. Schon bei einem Auffahrunfall mit Tempo 30 ist es deshalb möglich, dass Ladung nach vorne katapultiert wird und die Außenhülle durchschlägt oder dass Dachboxen aufspringen und die Ladung herausgeschleudert wird.

Überaltertes Material

Die DEKRA-Experten empfehlen daher die Verwendung zusätzlicher stabiler Spanngurte sowie die Auspolsterung vom Leerräumen in der Box mit Wolldecken, um gelöste Teile weich abzufangen. Eine weitere Gefahr geht von überalterten Dachboxen aus. Wer bereits seit vielen Jahren mit derselben Box in Urlaub fährt, sollte an einen Neuerwerb denken. Denn der Kunststoff altert und kann brüchig werden, wodurch sowohl die Halterungen als auch der Deckelverschluss unsicher werden.

Zu beachten ist außerdem das veränderte Fahrverhalten bei montierter Dachbox. Je nach Pkw darf mit einer Dachlast von bis zu 100 Kilo gefahren werden. Dabei erhöht sich der Schwerpunkt des Fahrzeugs deutlich, was zu einem schlechteren Kurvenfahrverhalten und einem verlängerten Bremsweg führt. Deshalb sollte mit einer montierten Dachbox nicht schneller als 130 km/h gefahren werden. Außerdem sollten Dachboxen baldmöglichst wieder abgebaut werden, da durch sie auch der Kraftstoffverbrauch deutlich ansteigt.

Via auto, motor und sport

Mehr lesen: Ganzjahresreifen – Eine Frage des persönlichen Profils