Gesundheitsreport 2016: Manche Jobs machen krank

Für den Gesundheitsreport 2016 des Dachverbands der Betriebskrankenkassen in Deutschland wurden die Daten von 9,3 Millionen Versicherten analysiert.

Die Arbeitssituation trägt entscheidend zur Gesundheit bei. Bei bestimmten Berufen häufen sich Krankheitstage auffällig. Foto: Pixabay

Die Arbeitssituation trägt entscheidend zur Gesundheit bei. Bei bestimmten Berufen häufen sich Krankheitstage auffällig. Foto: Pixabay

Der über 500 Seiten lange BKK-Gesundheitsreport „Gesundheit und Arbeit“ hat unter den Versicherten auch die Daten von 4,4 Millionen Arbeitnehmern im Hinblick von Einflüssen der Arbeitssituation auf die Gesundheit der Beschäftigten untersucht. Dabei stellen die Autoren klar fest, dass der wesentliche Faktor für die Arbeitnehmergesundheit tatsächlich die Art der Tätigkeit ist. Erst an zweiter Stelle folgt das Alter der Beschäftigten als wichtiger Einflussfaktor auf das Erkrankungsgeschehen.

Arbeitnehmer in Reinigungsberufen verzeichnen dabei die meisten krankheitsbedingten Fehltage, sie fallen im Durchschnitt 23 Tage im Jahr aus, mehr als drei Wochen. Auf Platz zwei folgen Beschäftigte in Verkehr- und Logistikberufen (21 Fehltage), auf Rang drei mit durchschnittlich 20,5 Fehltagen liegen Arbeitnehmer im Sicherheitsgewerbe.

IT-ler sind selten krank

Die geringsten Fehltage weist der Report ebenfalls aus. Am seltensten melden sich Beschäftigte in unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufen zum Beispiel aus Recht und Verwaltung krank (13 Tage), derselbe geringe Krankenstand wird für Angestellte in Medienberufen ermittelt. Den niedrigsten Krankenstand verzeichnen Beschäftigte im IT-Bereich mit durchschnittlich 12 Tagen.

Ein anderes Ergebnis des BKK-Gesundheitsreports liegt auf der Hand. Berufe mit starken körperlichen Belastungen verursachen besonders häufig krankheitsbedingte Ausfälle wegen Muskel- oder Skeletterkrankungen. Jobs mit hoher emotionaler Belastung zum Beispiel im Gesundheitswesen verursachen hingegen vornehmlich psychische Störungen.

Auch Arbeitsunfälle lassen sich auf die Branche bezogen berechnen. Am seltensten passiert ein solcher Arbeitsunfall naturgemäß im Büro, in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und Steuerberatung waren es durchschnittlich nur 0,1 Tage im Jahr 2015. Als Spitzenreiter fielen dagegen Arbeiter aus dem Baugewerbe mit durchschnittlich 1,5 Tagen pro Jahr wegen eines Arbeitsunfalls aus.

Via Arbeitsschutz-Portal

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