Langzeiterkrankungen: Ursachen und Hilfe

Bestimmte Berufe fördern Langzeiterkrankungen bei Beschäftigten. Im BKK Gesundheitsreport werden die Hintergründe untersucht.

Die Zahl der Langzeiterkrankungen in deutschen Betrieben wächst kontinuierlich. In kleineren Firmen sind dabei mehr Betroffene zu verzeichnen. Der Dachverband der Betriebskrankenkassen empfiehlt sich speziell für diese als Ansprechpartner. Bild: Pixabay

Die Zahl der Langzeiterkrankungen in deutschen Betrieben wächst kontinuierlich. In kleineren Firmen sind dabei mehr Betroffene zu verzeichnen. Der Dachverband der Betriebskrankenkassen empfiehlt sich speziell für diese als Ansprechpartner. Bild: Pixabay

Der Dachverband der Betriebskrankenkassen beobachtet seit Jahren einen ansteigenden Anteil von Langzeiterkrankungen bei den Arbeitnehmern in Deutschland. Generell ist, so der aktuelle BKK Gesundheitsreport, der Krankenstand zunehmend, speziell bei Versicherten, die drei oder mehr Arbeitsunfähigkeits (AU)-Fälle pro Jahr aufweisen. Dabei entfallen 51 Prozent der gesamten Krankheitstage auf Krankheitsdauern von vier Wochen oder länger.

Mit durchschnittlich 36 Tagen Krankheitsdauer fallen Arbeitnehmer mit psychischen Störungen am längsten aus. Und dieses Krankheitsbild ist gemeinsam mit Muskel- und Skeletterkrankungen für mehr als die Häfte (56,3 Prozent) aller AU-Tage mit Krankengeldbezug verantwortlich. Solche langen Krankheitsverläufe sind sowohl für die Betroffenen als auch für die Sozialsysteme eine nicht unerhebliche Belastung, konstatiert der diesjährige Gesundheitsreport.

Postdienste mit den meisten Langzeiterkrankungen

Arbeitsausfälle von mehr als sechs Wochen fallen besonders häufig in der Wirtschaftsgruppe Erziehung und Unterricht an, hier sind sie für rund 40 Prozent aller Fehltage verantwortlich. Nochmals höher liegt dieser Wert bei Beschäftigten der Postdienste. Mehr als die Hälfte der gesamten Fehltage sind die Folge von Langzeiterkrankungen über eine Dauer von mehr als sechs Wochen.

Auffällig sei außerdem, dass die Quote von Langzeiterkrankungen in größeren Unternehmen mit mehr als neun Beschäftigten geringer ausfällt. Unternehmen mit vielen Beschäftigten haben oft bessere Strukturen und Angebote in der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, unterstützt die BKK und entsprechende Institutionen besonders kleinere Betriebe mit entsprechenden Beiträgen zur betrieblichen Gesundheitsförderung, etwa über das DNBGF oder über die regionalen Verbandsbüros der BKK.

Via BKK Dachverband

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