Nebel: So kommen Sie sicher ans Ziel

Im Winter ist Nebel ein ständiger Begleiter, manchmal schafft es die Sonne in einigen Gebieten mehrere Tage lang nicht, die „dichte Suppe“ zu durchdringen. Wie Sie sicher durch diese Zeit fahren, ist eigentlich recht einfach.

Im Winter gehört Nebel zum Alltag. Mit einigen wichtigen Verhaltensregeln fährt man sicherer. Foto: Pixabay

Im Winter gehört Nebel zum Alltag. Mit einigen wichtigen Verhaltensregeln fährt man sicherer. Foto: Pixabay

Tempo runter, Abstand halten, Licht an. Diese drei Verhaltensregeln sollten Sie beachten, wenn Nebelschwaden heranziehen oder dichter Nebel den Blick trübt. „Bei Nebel sieht man noch schlechter als bei Dunkelheit“, sagt Unfallforscher Jens König von DEKRA. „Wenn der Straßenrand kaum noch zu sehen ist, gehen teilweise die Orientierung und das Gefühl für die Geschwindigkeit verloren. Deshalb sofort das Tempo anpassen. Bei 100 Meter Sichtweite ist Tempo 80 das Limit, bei 50 Meter Sichtweite ist bereits Tempo 50 km/h das Maximum.“ Orientieren kann man sich an den Leitpfosten, die im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind. Wichtig: Wer in eine Nebelwand einfährt, sollte mit Rücksicht auf nachfolgende Autos nicht zu abrupt abbremsen, um keinen Unfall mit dem Hintermann zu provozieren.

Orientierung behalten

Der richtige Abstand ist extrem wichtig. Oft begehen Autofahrer im dichten Nebel den Fehler, sich an der Nebelschlussleuchte des Vordermanns zu orientieren, die noch vage sichtbar ist. Doch tatsächlich reicht die Sicht längst nicht so weit. „Ein verbreiteter Fehler ist es, sich einfach an den Vordermann ‚anzuhängen‘ und dabei schneller zu fahren als es eigentlich erlaubt ist. Kracht es vorne, sind meist auch die Autos im Schlepp in den Unfall verwickelt“, warnt der DEKRA-Experte.

Bei erheblich behinderter Sicht sind Autofahrer verpflichtet, auch am Tage mit Abblendlicht zu fahren: bei Nebel, aber auch bei Schneefall und Regen. Tagfahrlicht reicht allerdings bei Nebel nicht aus. Es leuchtet zu schwach, vor allem aber sind die Rückleuchten nicht aktiv. Da Nebel von der Lichtautomatik nicht erkannt wird, heißt es: Lichtautomatik manuell aus- und das Abblendlicht einschalten! Auch Fernlicht macht keinen Sinn: Die feinen Nebeltröpfchen reflektieren das Licht stark und blenden den Fahrer. Ideal sind Nebelscheinwerfer, da das tief sitzende Licht im Nebel weniger stark reflektiert wird. Die Nebelschlussleuchten dürfen nur benutzt werden, wenn die Sichtweite unter 50 Metern liegt. Dann sind gleichzeitig höchstens noch 50 km/h erlaubt.

Via DEKRA

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