Weihnachtsbaum: So transportiert man richtig

Ob selbst geschlagen oder im Supermarkt gekauft: Der Weihnachtsbaum muss sicher nach Hause transportiert werden. Wir erläutern, was hierbei zu beachten ist.

Der sichere Transport des Weihnachtsbaums – ein alljährlich wiederkehrendes Thema. Und dennoch gibt es nach wie vor fahrlässige Fehler. Foto: Pixabay

Der sichere Transport des Weihnachtsbaums – ein alljährlich wiederkehrendes Thema. Und dennoch gibt es nach wie vor fahrlässige Fehler. Foto: Pixabay

„Oh Tannenbaum“ heißt nicht nur das wohl berühmteste Weihnachtslied in Deutschland. So mancher Autofahrer dürfte bereits einen gleichlautenden Gedanken gehabt haben, wenn er nach einer Vollbremsung dem frisch erworbenene festlichen Grün bei seinem ungebremsten Flug vom Autodach zusah. Was gelegentlich glimpflich ausgehen kann, birgt jedoch auch große Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer. Für den richtigen und sicheren Transport eines Weihnachtsbaums gibt es einige hilfreiche Regeln zu beachten. Diese sollten auch bei einem vermeintlich kurzen Transport nicht vernachlässigt werden. Denn selbst ein bis zwei Kilometer können zu weit sein, wenn ein schlecht gesicherter Weihnachtsbaum für einen Unfall sorgt.

Zum größten Teil werden die Bäume auf dem Autodach befördert. Hier kann es je nach Situation hilfreich sein, das Autodach zum Beispiel mit einer Möbeldecke vor Beschädigungen zu schützen. Anschließend muss der Weihnachtsbaum mit reißfesten Gurten an einem geeigneten Trägersystem befestigt werden. Einfache Expander oder Schnüre reichen nicht aus. Sehr hilfreich ist der Transport des Baums im Netz, um herausragende Äste zu vermeiden. Der untere Teil des Stammes muss nach vorne weisen, um dem Fahrtwind möglichst geringe Angriffsfläche zu bieten.

Bei langen Bäumen absichern

Wer seinen Tannenbaum mehr als 100 Kilometer durch die Lande kutschiert, sollte ein Exemplar wählen, das vorne nicht mehr als einen halben Meter und hinten maximal 1,50 Meter über das Fahrzeug hinausragt. Auf kürzeren Strecken sind mit Warnschild oder -fahne drei Meter Überhang erlaubt. Ragt der Tannenbaum mehr als einen Meter über die Rückstrahler des Fahrzeugs hinaus und wird er im hellen Tageslicht transportiert, muss der Fahrer an der Spitze ein rotes, 30 mal 30 Zentimeter großes Tuch so befestigen, dass es gut sichtbar ist und hin und her pendeln kann. Nicht nur bei Dämmerung und Dunkelheit, sondern auch bei schlechten Sichtverhältnissen sind dagegen eine rote Leuchte und ein roter Rückstrahler in maximal 90 Zentimeter Höhe erforderlich.

Via DEKRA

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