Arbeitsstättenverordnung: Neufassung bringt Klarheit

Die Anfang Dezember 2016 in Kraft getretene Arbeitsstättenverordnung bringt Unternehmern mehr Klarheit über ihre Pflichten.

Die Neufassung der Arbeitsstättenverordnung ist Anfang Dezember 2016 in Kraft getreten. Sie behandelt unter anderem Regeln zum Brandschutz. Foto: Pixabay

Die Neufassung der Arbeitsstättenverordnung ist Anfang Dezember 2016 in Kraft getreten. Sie behandelt unter anderem Regeln zum Brandschutz. Foto: Pixabay

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die neue Arbeitsstättenverordnung veröffentlicht, die einige Neuerungen für die Unternehmen bereithält. Ziel der Verorordnung ist es, Beschäftigte in Arbeitsstätten zu schützen und zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten beizutragen. So ist von den angezeigten Unfällen ein nicht unwesentlicher Teil auf die nicht ordnungsgemäße Beschaffenheit, Einrichtung und Unterhaltung der Arbeitsstätten zurückzuführen, z. B. Sturzunfälle auf schadhaften Fußböden und Treppen sowie Transportunfälle auf ungeeigneten oder zu eng bemessenen Verkehrswegen. Aber auch schwere Unfälle durch das Zersplittern von Glaswänden oder Glaseinsätzen in Türen oder Erkrankungen durch gesundheitlich unzuträglichen Betriebslärm sollen vermieden werden.

Homeoffice erstmals dabei

Eine Neuerung in der Arbeitsstättenverordnung betrifft die Telearbeitsplätze, die erstmals aufgenommen wurden. Das neudeutsch „Homeoffice“ bezeichnete Arbeitsmodell soll damit ebenfalls erstmals abgedeckt werden. Zeitgleich legt die neue Arbeitsstättenverordnung fest, dass lediglich zeitweise Arbeit außerhalb des Unternehmens etwa mit dem Laptop nicht durch sie berührt wird.

Experten gehen davon aus, dass der vorbeugende Brandschutz und die Verhaltensregeln im Notfall zum Beispiel im Hinblick auf Fluchtwege in der neuen Verordnung verbessert und präzisiert werden. Konkretisiert wurden die Hinweise zur Arbeitsschutz-Unterweisung von Beschäftigten. Wichtig ist auch die Prüfung und Instandhaltung vorhandener Sicherheitseinrichtungen. Hier steht der Arbeitgeber in der Pflicht, diese regelmäßig durchführen zu lassen.

Präzisiert wurde außerdem ein in ersten Entwürfen viel kritisierter Passus zu Fenstern in Arbeitsräumen, hierunter sollten ursprünglich auch Räumlichkeiten fallen, in denen sich Arbeitnehmer nur zeitweilig aufhalten. Hier hält die neue Regelung fest: „Räume, in denen sich Beschäftigte zur Verrichtung ihrer Tätigkeit regelmäßig nicht über einen längeren Zeitraum oder im Verlauf der täglichen Arbeitszeit nur kurzfristig aufhalten müssen, insbesondere Archive, Lager-, Maschinen- und Nebenräume, Teeküchen“ sind von der Tageslicht-Pflicht befreit.

Via sicherheit.info

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