Führerschein: Neuregelungen für Lkw und Motorräder

Für zahlreiche Führerschein-Besitzer bringt das neue Jahr gravierende Änderungen. Einige Klassen sind nur noch befristet gültig.

Für kleinere Nutzfahrzeuge und Transporter wurde eine neue Führerscheinregelung eingeführt. Inhaber müssen für eine Verlängerung alle fünf Jahre ein Gesundheitsprüfung absolvieren. Foto: Mercedes

Zum Jahresbeginn 2017 sind in einigen Führerschein-Klassen Neuerungen in Kraft getreten, wobei vor allem Inhaber von Lizenzen für kleine Lkw und Transporter betroffen sind. Deren Gültigkeit wird künftig befristet, wie das Magazin auto, motor und sport berichtet. Die Neuregelung betrifft Führerscheine der Klassen C1 und C1E. Für Sie gelten nun ähnliche Regeln, wie sie schon seit einigen Jahren für Berufskraftfahrer mit Führerschein für große Lkw oder Busse eingeführt wurden. Besitzer dieser Fahrerlaubnisklassen müssen künftig alle fünf Jahre eine Verlängerung beantragen und hierzu eine Gesundheitsprüfung absolvieren. Wird dies versäumt, erlischt die entsprechende Fahrerlaubnis und ein Strafverfahren droht, wenn dennoch weiter in den betreffenden Fahrzeugklassen gefahren wird.

Die Klasse C1 betrifft Lkw und Transporter von 3,5 bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht, hiervon sind jedoch ab sofort Fahrzeuge zur Personenbeförderung ausgenommen. Zum Führen eines solchen Fahrzeugs ist nun eine Fahrerlaubnis in der Klasse D1 nötig, wobei die Zahl der eingetragenen Sitzplätze unerheblich ist. Die Neuregelung gilt jedoch nicht für alle Führerscheinbesitzer, sondern rückwirkend zum 19. Januar 2013. Alle bis zu diesem Stichtag ausgestellten Führerscheine behalten ihre ursprüngliche Gültigkeit.

Neues Leistungslimit für A2-Motorräder

Eine weitere Fahrerlaubnis-Änderung betrifft seit dem Jahresende 2016 Motorradfahrer. Hier wird für Einsteiger mit dem Stufenführerschein eine neue Leistungsregelung eingeführt. Die von ihnen bewegten Motorräder dürfen, sofern es sich um auf die zulässigen 35 kW leistungsbeschränkte Fahrzeuge handelt, ungedrosselt nicht mehr als 70 kW leisten. Hiermit wird eine entsprechende EU-Regelung nun auch in Deutschland eingeführt und die 3. EU-Führerscheinrichtline umgesetzt.

Auch in diesem Fall gibt es für Besitzer älterer Führerscheine einen Bestandsschutz. Wurde die A2-Fahrerlaubnis im Zeitraum vom 19. Januar 2013 bis zum Stichtag am 27. Dezember 2016 erworben, dürfen auch weiterhin gedrosselte Motorräder bewegt werden, die mehr als 70 kW offene Leistung aufweisen. Diese Sonderregelung ist jedoch nur für Deutschland gültig, im EU-Ausland gilt dies nun als Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Via Auto, Motor und Sport

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