Kindersicherheit: Säuglinge im Haushalt

Maßnahmen zur Kindersicherheit im Haushalt unterscheiden sich je nach Alter des Nachwuchs deutlich. Speziell frischgebackene Eltern benötigen dabei Hilfestellung.

Wenn ein Säugling bei den Eltern „einzieht“, sind ganz spezielle Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, die besonders für Kleinkinder wichtig sind und sich von den üblichen Maßnahmen zur Kindersicherheit im Haushalt unterscheiden. Foto: Pixabay

Wenn Kinder im Haushalt sind, entwickeln sich die Maßnahmen zum Unfallschutz der Sprößlinge im Laufe der Zeit immer weiter. Doch gerade Paare, die zum ersten Mal mit einem Säugling in den eigenen vier Wänden leben, sind mit den Maßnahmen zur Kindersicherheit oft überfordert. Das liegt auch daran, dass für Säuglinge zum Teil ganz andere Dinge beachtet werden müssen, als sie für Kleinkinder gelten.

Statistisch gesehen sind Kinder häufiger durch Unfälle gefährdet als durch Krankheiten. Bei Säuglingen beginnt spätestens im Alter von sechs Monaten, oft früher, die aktive Bewegungsphase, in der das Kleinkind seinen Aktionsradius ausdehnt. Zwei Hauptunfallursachen sind in diesem Alter besonders zu berücksichtigen. An erster Stelle stehen Stürze vom Wickeltisch oder anderen hohen Positionen wie dem Kinderwagen, die zweite große Gefahr bilden Verbrennungen und Verbrühungen durch das Heranziehen von Gegenständen wie Kaffeetassen, Kochgeschirr, Kerzen oder ähnlichem.

Kindersicherheit speziell für Säuglinge

Neben den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen in diesen Bereichen sollten auch die einzelnen Zimmer des Wohnbereiches spezifisch betrachtet werden. Gefahr droht zum Beispiel auch durch umstürzende Möbel. Regale und Schränke sollten daher unbedingt sicher an der Wand verankert sein. Herunterhängende Kabel von Großgeräten wie dem Fernseher sollten sicher und für Kleinkind-Hände unerreichbar verlegt werden. Bei Absicherungen durch Gitter zum Beispiel am Kinderbett oder an Treppen sollte beachtet werden, dass der Kopf des Kleinkinds nicht hindurchpasst. Neben der Strangulationsgefahr ist dies auch daher gefährlich, da in solchen Fällen der gesamte Körper des Kindes durch die Gitterstäbe passt.

Im Badezimmer dürfen Kleinkinder niemals unbeaufsichtigt bleiben – und zwar von Erwachsenen. Die Aufsicht durch größere Geschwister ist nicht ausreichend. Die Gefahrenquellen hier: Verbrühungen durch aufgedrehte Armaturen, Vergiftungen durch Reinigungsmittel, im weiteren Entwicklungsverlauf auch Stürze auf glatten Oberflächen. Weitere Ratschläge im häuslichen Umfeld: Unbedingter und strikter Verzicht auf sogenannte Babywalker und ähnliche Lauflernhilfen, da hierdurch große Gefahren durch Stürze und Kopfverletzungen bestehen. Aufpassen bei Pflanzen in Wohnung und Garten, deren Giftigkeit auch bei weit verbreiteten Arten oft nicht bekannt ist. Und: Offene Wasserstellen wie Tümpel, Zierteiche, aber auch Regentonnen gehören unbedingt gesichert oder am besten beseitigt.

 

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