Laserlicht: Wie uns Autos künftig heimleuchten

Laserlicht ist der nächste große Technologiesprung bei der Autobeleuchtung. Derzeit noch ein Luxus-Accessoire, wird es künftig auch in der Breite des Massenmarkts ankommen.

Laserlicht, hier in einem BMW der 7er-Reihe, eröffnet den Fahrzeugdesignern neue Möglichkeiten. Das Fernlicht erreicht mit bis zu 600 Metern Leuchtweite die doppelte Leistung eines herkömmlichen Fernscheinwerfers. Foto: Osram

Laserlicht, hier in einem BMW der 7er-Reihe, eröffnet den Fahrzeugdesignern neue Möglichkeiten. Das Fernlicht erreicht mit bis zu 600 Metern Leuchtweite die doppelte Leistung eines herkömmlichen Fernscheinwerfers. Foto: Osram

Das Licht eines Autos war schon immer nicht nur Mittel zum Zweck, um Licht ins Dunkel zu bringen. Auch die Rolle als Statussymbol ist unumstritten. So setzte beispielsweise der deutsche Hersteller BMW bereits im Jahr 2000 auf charakteristische Standlicht-Ringe um die Hauptscheinwerfer, um eine individuelle Optik zu erzielen. Moderne Technik gibt den Designern inzwischen immer mehr Freiräume, wie sich an den zahllosen Variationen der LED-Standlichter bei den verschiedenen Marken ablesen lässt.

Der technische Fortschritt schickt auch bewährte Technik aufs Altenteil, die erst vor wenigen Jahren ihren Durchbruch gefeiert hat: War das bläulich-weiße Xenon-Licht zunächst noch Oberklasse-Fahrzeugen vorbehalten, hat es inzwischen selbst bis hin zu den Kleinwagen die klassische Halogenlampe abgelöst und gerät nun seinerzeit durch fortschrittlichere LED-Technik unter Druck.

Laserlicht bald auch im Kleinwagen

Vor diesem Hintergrund ist es als wahrscheinlich einzustufen, dass die neueste Lichttechnologie in wenigen Jahren auch in den unteren Fahrzeugklassen zur Anwendung kommen wird, obwohl Laserlicht bis jetzt nur eine exklusive Ausstattungsoption einige Oberklassefahrzeuge ist. Bei Laserlicht kommen sogenannte Laserdioden als Lichtquelle zum Einsatz. Einer der entscheidenden Vorteile ist die dadurch geringe benötigte Baugröße. Eine Laserdiode erzeugt einen nahezu punktförmigen Lichtstrom auf wenigen Tausendstel Millimeter. Zum Einsatz kommt Laserlicht derzeit als Fernlicht, wärend das Abblendlicht über LED-Technik realisiert wird.

Für die Fahrzeugdesigner bedeutet das selbst im Vergleich zur modernen LED-Technik nochmals einen großen Fortschritt, da sie die Bauform des Scheinwerfers sehr viel stärker variieren können. Der entscheidende Vorteil für den Benutzer ist ein anderer: Mit 600 Meter Reichweite leuchtet Laserlicht doppelt so weit wie das Fernlicht eines herkömmlichen Hauptscheinwerfers, was die Sicherheit bei Dunkelheit entscheidend erhöht. Laserlicht-Entwickler Osram geht davon aus, dass bereits in naher Zukunft Laserlicht-Komponenten mit etwas geringerer Leistung, aber auch geringerem Stückpreis für den Einsatz im Massenmarkt verfügbar sind.

Via Osram

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