Staubbelastung am Arbeitsplatz: Unscheinbare Gefahr

Seit der Feinstaubdebatte ist das Thema Staubbelastung in der Öffentlichkeit angekommen. Doch nicht nur im Straßenverkehr gefährden Stäube die Gesundheit.

Besonders auf dem Bau sind Arbeiter oft sorglos, obwohl sie mit einer großen Staubbelastung konfrontiert werden. Bild: Pixabay

Besonders auf dem Bau sind Arbeiter oft sorglos, obwohl sie mit einer großen Staubbelastung konfrontiert werden. Bild: Pixabay

In einer Vielzahl von Berufen sind Arbeiter und Angestellte einer Staubbelastung ausgesetzt, und nicht immer sind sie sich der Gesundheitsgefahr bewusst. Dabei sind es nicht nur Handwerker, die in staubiger Umgebung arbeiten müssen, obwohl hier der Hauptanteil liegt. Mehlstaub in der Bäckerei, Holzstaub beim Schreiner, kontaminierter Staub in der Industrieanlagen-Reinigung. Aber auch Toner-Staub durch Laserdrucker im Büro kann zur gesundheitlichen Belastung werden.

Dabei ist Staub nicht gleich Staub. Je nachdem, woraus er besteht, wie die Staubteilchen aussehen und bis wohin sie im Körper gelangen, kann eingeatmeter Staub ganz unterschiedliche Wirkungen haben. Gröbere Teilchen, aus Holzstaub etwa, werden bereits in der Nase ausgefiltert. Bei Hartholz kann dies zu Nasenkrebs führen. Feiner Staub kann bis tief in die Lunge gelangen und sich dort anreichern. Nicht nur Bergleute sind von einer Staublunge betroffen, wenn der Arbeitsschutz nicht stimmt. Besonders heimtückisch sind faserförmige Stäube wie Asbest.

Staubvermeidung als Ziel

In der dem Bundesarbeitsministerium unterstellten Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) wird dem Thema Staubbelastung großes Augenmerk geschenkt. In eigenen Forschungsprojekten wird untersucht, wie Staub am Arbeitsplatz entsteht, welche Auswirkungen er auf die Gesundheit hat und wie sich eine möglichst staubarmer Arbeitsumgebung erzielen lässt. Ein Hintergrund dabei ist, dass in möglichst vielen Berufssparten das Tragen eines eigentlich obligatorischen Atemschutz überflüssig wird. Denn vielfach wird von Beschäftigten trotz Verfügbarkeit auf die Benutzung einer solchen Filtermaske aus Bequemlichkeit verzichtet.

Neben der Beratung des Bundesarbeitsministeriums wendet sich die BauA daher direkt an Betriebe, um zu bestimmten Problemfeldern Lösungsvorschläge zu geben. Außerdem unterhält sie die Deutsche Arbeitsschutzausstellung in Dortmund, die jährlich rund 200.000 Besucher zählt.

Via Bundesregierung

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