Demografischer Wandel: Altersgerechtes Arbeiten ermöglichen

Der demografische Wandel scheint unaufhaltsam, die deutsche Bevölkerung altert immer weiter. Für Unternehmen stellt sich so die Herausforderung, die Beschäftigungsstruktur für altersgerechtes Arbeiten umzuwandeln.

Der demografische Wandel stellt Unternehmen vor die Herausforderung, Arbeitsplätze und Aufgaben ihrer Mitarbeiter altersgerecht anzupassen. Eine Informationsschrift der Bundesanstalt für Arbeitsschutz bietet dabei Hilfestellung. Foto: Pixabay

Die verstärkte Zuwanderung nach Deutschland hält eine bereits seit längerem beobachtete Entwicklung nicht auf: Das Durchschnittsalter in der deutschen Bevölkerung steigt immer weiter an. Dementsprechend wird auch das durchschnittliche Alter der Beschäftigten in den Betrieben immer höher, während gleichzeitig immer weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten. Eine kostenfreie Publikation der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) will Betriebe unterstützen, um mögliche Wege zur altersgerechten Arbeit zu finden und sich damit für den demografischen Wandel zu wappnen.

Unter dem Titel „Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung – Grundlagen und Handlungsfelder für die Praxis“ gibt die kostenlose Broschüre in verschiedenen Bereichen Hilfestellung, wie sich Arbeitsplätze entsprechend anpassen lassen. Grundgedanke dahinter ist es, qualifiziertes Personal so lange und so leistungsfähig wie möglich im Unternehmen zu halten. Altersgerechte Arbeitsbedingungen sind dabei nicht nur aus Gründen der Produktivität sinnvoll, sie tragen auch wesentlich zur Motivation und Zufriedenheit der Beschäftigten bei, was sich nicht zuletzt in geringeren Fehlzeiten und damit auch reduzierten Kosten für das Unternehmen niederschlägt.

Hilfreicher Ratgeber für Unternehmen

Das Werk gibt dabei in diversen Kapiteln Auskunft über mögliche Maßnahmen, nachdem im einleitenden Bereich die zum Teil komplexen Veränderungen im Verlauf der Altersspanne erläuter werden. Diese äußern sich nicht nur in reduzierter physischer Konstitution, wodurch schwere Arbeiten zunehmend herausfordernder für die Beschäftigten werden. Auch die Informationsverarbeitung oder die sensorischen Fähigkeiten nehmen mit steigendem Alter ab.

Entsprechend wichtig ist es neben der reinen Anpassung der Arbeitsplatzgestaltung auch die psychologischen Komponenten mit in die Überlegungen einzubeziehen. Arbeitsmotivation und der Erhalt der kognitiven Leistungsfähigekt sind entsprechende Herausforderungen für die Unternehmen. Wichtig ist zudem die soziale Komponente, zu der neben dem alltäglichen Kontakt mit den Kollegen auch die gezielte Unterstützung durch das Führungspersonal auf emotionaler, instrumenteller und informationeller Ebene wichtig ist.

Die Broschüre ist kostenlos zum Download oder postalisch im gedruckten Format bestellbar.

Via BAUA

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