Kohlenmonoxid – der „unsichtbare Killer“

Kohlenstoffmonoxid, umgangssprachlich als Kohlenmonoxid bekannt, ist eine immer wieder unterschätzte tödliche Gefahr, die vor allem in geschlossenen Räumen droht.

In geschlossenen Räumen kann Kohlenmonoxid schnell zur tödlichen Gefahr werden. Besonders von alten, schlecht gewarteten oder nachlässig betriebenen Öfen und Herden geht eine unmittelbare Gefahr aus. Korrekte Wartung und CO-Melder sollten daher selbstverständlich sein. Foto: Pixabay

Mit einem ganz besonders tragischen Fall ist das Thema Kohlenmonoxid in den letzten Wochen wieder in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen. Ende Januar 2017 verstarben sechs junge Menschen in Unterfranken an den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung, verursacht durch ein benzinbetriebenes Stromaggregat. Rund zwei Wochen später wurden mindestens 67 Personen auf dem Gelände einer belgischen Kartbahn zum Teil schwer verletzt. Ursache auch hier das hochgiftige Kohlenmonoxid (CO).

Kohlenmonoxid ist aus zweierlei Hinsicht extrem gefährlich: Es ist für die menschlichen Sinne nicht wahrnehmbar, da geruchs- sowie geschmacksfrei und unsichtbar. Und es führt beim Einatmen in entsprechender Konzentration schon in kurzer Zeit zu schweren Vergiftungen sowie im schlimmsten Fall zum Tod. Schon wenige Atemzüge können bei einer entsprechenden CO-Konzentration in der Raumluft zur Ohnmacht führen, wird die betroffene Person nicht sofort aus der Gefahrenzone gerettet, tritt unweigerlich der Tod ein.

Vorsichtsmaßnahmen und CO-Warner

Kohlenmonoxid entsteht unter anderem bei der unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Stoffe wie Erdgas, Holz oder Kraftstoffen. Die giftige Wirkung besteht darin, dass sich CO an das menschliche Hämoglobin bindet und so den Sauerstofftransport im Blutkreislauf verhindert. Eine CO-Vergiftung führt daher binnen kurzer Zeit zum Ersticken. Neben Regeln, die der gesunde Menschenverstand nahelegt – keine offenen Feuer, Grills oder Verbrennungsmotoren in geschlossenen Räumen betreiben – ist auch der korrekte Umgang mit regulären Brennstellen im Haus wichtig. So sollten Gasthermen, Öl- und Holzöfen regelmäßig von Fachleuten überprüft und gewartet werden. Außerdem ist auf ausreichende Belüftung zu achten und beispielsweise beim gleichzeitigen Betrieb einer Dunstabzugshaube und eines holzbetriebenen Küchenofens ein Fenster zu öffnen. Sehr empfehlenswert ist außerdem, besonders beim Vorhandensein solcher Öfen im Haushalt, die Installation von CO-Meldern, die entsprechend vor einer drohenden Gefahr warnen können. Außerdem sollten die Symptome einer CO-Vergiftung verinnerlicht werden, um auf entsprechende „Warnzeichen“ des Körpers reagieren zu können.

Anzeichen für eine CO-Vergiftung

  • Erste Anzeichen einer Kohlenmonoxidvergiftung sind Kopfschmerzen und Müdigkeit
  • Weitere Symptome können Unwohlsein, Erbrechen und Schwindelgefühle sein
  • Bei fortgeschrittener Vergiftung kommt es zu Verwirrtheit und Gereiztheit
  • Schließlich wird das Opfer bewusstlos und erstickt durch die mangelnde Sauerstoffversorgung

Via welt.de

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